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Money, Money, Money

Das Geschäft mit der Musik ist – ein Geschäft. Die Playlist zum Börsengang von Spotify.

MeinungEdgar Schuler
Grosse Erwartungen zum Börsengang von Spotify. Aber eigentlich geht es dem Gründer Daniel Ek ja um anderes. Foto: Keystone
Grosse Erwartungen zum Börsengang von Spotify. Aber eigentlich geht es dem Gründer Daniel Ek ja um anderes. Foto: Keystone

Die Aktien von Spotify, dem schwedischen Musik-Streamingdienst, sind gestern an der New Yorker Börse zum ersten Mal gehandelt worden. Der Markt bewertete das Unternehmen zum Auftakt bei umgerechnet rund 23 Milliarden Franken – ein einsamer Rekord für ein europäisches Technologieunternehmen und ein Lichtblick für die ganze Branche, die in letzter Zeit von den Börsen kalt abgeduscht wurde.

Spotify-Gründer Daniel Ek wurde damit auf Anhieb zum Milliardär – aber er sagt zum Börsengang, er habe im Grunde doch eigentlich ganz anderes im Sinn: «Unsere Mission ist es, das Potenzial der menschlichen Kreativität zu erschliessen.» Der Schwede schwingt sich damit rhetorisch in die erhabenen Höhen eines Steve Jobs oder Mark Zuckerberg. Denen lag und liegt bekanntlich nichts näher als das Wohl der Menschheit und nichts ferner als der Profit.

Gäbe es – ganz im Geist von Spotify – eine Playlist zur Börseneinführung, Daniel Ek könnte starten mit «Just Got Paid» von ’N Sync, gefolgt von «Money» (Pink Floyd), oder «Money, Money» (Grateful Dead) oder noch besser «Money, Money, Money» (Abba).

’N Sync: «Just Got Paid». Quelle: Youtube

Pink Floyd: «Money». Quelle: Youtube

Grateful Dead: «Money, Money». Quelle: Youtube

Abba: «Money, Money, Money». Quelle: Youtube

Die Künstler, die mit den Entschädigungen von Spotify notorisch unzufrieden sind, würden «Money for Nothing» (Dire Straits) in die Liste einfügen oder «She Works Hard for the Money» (Donna Summer) und dann natürlich «Eat the Rich» (Aerosmith). Daniel Ek könnte der Playlist dann wieder eine andere Richtung geben, indem er «Bills, Bills, Bills» (Destiny’s Child) anhängt, gefolgt von «Taxman» (Beatles).

Dire Straits: «Money for Nothing». Quelle: Youtube

Donna Summer: «She Works Hard for the Money». Quelle: Youtube

Aerosmith: «Eat the Rich». Quelle: Youtube

Destiny’s Child: «Bills, Bills, Bills». Quelle: Youtube

Beatles: «Taxman». Quelle: Youtube

Der Popsong, den Ek übrigens tatsächlich zum Börsengang zitierte, ist «Harder, Better, Faster, Stronger» (Daft Punk). So, sagt er, will er künftig weiter für Spotify und seinen Erfolg arbeiten. Also das genaue Gegenteil von «Take the Money and Run» (Steve Miller Band).

Daft Punk: «Harder, Better, Faster, Stronger». Quelle: Youtube

Steve Miller Band: «Take the Money and Run». Quelle: Youtube

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