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Mexikaner Angel Gurría bleibt OECD-Generalsekretär

Paris Der Mexikaner Angel Gurría soll weitere fünf Jahre an der Spitze der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) bleiben.

Auch die Schweiz, die mit Gurría zeitweise im Zwist stand, stimmte der Mandatsverlängerung zu. Die OECD habe den 60-Jährigen für eine weitere fünfjährige Amtszeit bestätigt, teilte die Organisation am Donnerstag in Paris mit. Das erste Mandat Gurrías läuft am 1. Juni 2011 aus. Die Wahl des OECD-Generalsekretärs erfolgt im Konsensverfahren im Ministerrat der 33 OECD-Mitgliedsländer. Gurría hatte in der Schweiz für grossen Unmut gesorgt, als er sie ohne vorgängige Konsultation Anfang 2009 auf Geheiss der G20 auf eine «Graue Liste» unkooperativer Steueroasen setzen liess. Als Reaktion darauf blockierte die Schweiz 136'000 Euro an die OECD, mit denen die Zusammenarbeit mit der G20 gefördert werden sollten. Erst als die Schweiz zwölf Doppelbesteuerungsabkommen nach OECD- Standard abschloss, wurde sie Ende September 2009 von der Liste entfernt. Das Verhältnis entspannte sich. Gurría sicherte Volkswirtschaftsministerin Doris Leuthard unter anderem zu, die Schweiz werde künftig über Vorgänge informiert, welche sie betreffen. Vertrauen wiederherstellen Eine wichtige Aufgabe der OECD besteht nach Ansicht ihres alten und neuen Generalsekretärs darin, das Vertrauen der Bürger nach der Finanzkrise wiederherzustellen, das durch Fehler der Regierungen und Firmenpleiten gelitten habe. Die OECD feiert nächstes Jahr ihr 50- jähriges Bestehen.

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