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Merkel und Sarkozy stimmen in Telefonat Euro-Krisenpolitik ab EU-Kommissionspräsident Barroso fordert klare Entscheide bei Gipfel

Paris/Brüssel Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Präsident Nicolas Sarkozy wollen noch am Mittwoch ihre Positionen in der Euro-Schuldenkrise abstimmen.

Das Telefonat dient der Vorbereitung des EU- und Euro-Gipfeltreffens vom Sonntag. Das sagte eine französische Regierungssprecherin am Mittwoch in Paris. Sie reagierte damit auf die Frage, ob Deutschland und Frankreich sich schon auf eine gemeinsame Position für die beiden Gipfel verständigt hätten. Bisher verlautete aus mit den Verhandlungen vertrauten Kreisen, dass zwischen Deutschland und Frankreich Meinungsverschiedenheiten bestehen bleiben, obwohl sich Merkel und Sarkozy erst vor Kurzem in Berlin getroffen hatten. Deutschland drängt darauf, dass die Banken einen Wertabschlag von 50 bis 60 Prozent bei den griechischen Staatsanleihen hinnehmen. Frankreich, dessen Banken stark in Griechenland engagiert sind, wehrt sich dagegen. Die Staats- und Regierungschefs der EU- und Euro-Länder wollen bei ihren Gipfeln am Sonntag über die Einsatzmöglichkeiten des aktuellen Euro-Rettungsschirms EFSF und das gesamte weitere Vorgehen im Kampf gegen die Euro-Krise beraten. An den Märkten sorgten zuletzt Spekulationen für Kursgewinne, wonach die Euro-Länder die Schlagkraft des EFSF durch eine Hebelung auf ein Vielfaches erhöhen könnten. Die Leitlinien für den EFSF werden noch finalisiert. EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso bezeichnete die Gipfeltreffen vom Sonntag als entscheidend für Europas Zukunft und den Euro. «Es sind klare, eindeutige Entscheide nötig», sagte Barroso vor den Medien in Brüssel. Zwar könne nicht alles von heute auf morgen umgesetzt werden. Aber er erwarte vom Gipfel wichtige Entscheid mit Langzeitwirkung.

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