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Liechtensteiner BIP 2009 um über zehn Prozent zurückgegangen

Die weltweite Wirtschaftskrise hat 2009 in der Liechtensteiner Volkswirtschaft Spuren hinterlassen.

Das Bruttoinlandprodukt (BIP) brach gegenüber dem Vorjahr um 10,9 Prozent ein und fiel mit 4,9 Milliarden Fr. unter die Fünf-Milliarden- Marke, wie das Amt für Statistik am Freitag mitteilte. Das BIP misst die Produktionsleistung eines Landes. Wesentlich zur Produktion der liechtensteinischen Volkswirtschaft tragen die Pendler aus dem Ausland bei. Rund die Hälfte der Liechtensteiner Arbeitskräfte wohnt im Ausland. Der volumenmässig grösste Wirtschaftsbereich Industrie und warenproduzierendes Gewerbe verzeichnete 2009 eine Wertschöpfungseinbusse von 11 Prozent. Dieser exportabhängige Bereich litt stark unter der globalen Rezession. Der Wirtschaftsbereich Finanzdienstleistungen bekam die im Herbst 2008 ausgebrochene globale Finanzkrise wertschöpfungsmässig erstmals 2009 richtig zu spüren und büsste gegenüber dem Vorjahr 29,3 Prozent seiner Wertschöpfung ein. Im Krisenjahr weiter zulegen konnten die Bereiche der allgemeinen Dienstleistungen sowie der Landwirtschaft und Haushalte mit Wachstumsraten von 1,6 beziehungsweise 4,1 Prozent. Bruttonationaleinkommen geschrumpft Erstmals seit 2003 schrumpfte das Bruttonationaleinkommen deutlich. Es wurde ein Rückgang um 14,9 Prozent auf 4,2 Milliarden Fr. gemessen. Das ungünstige Wirtschaftsumfeld führte vor allem zu tieferen Unternehmens- und Vermögenseinkommen. Das Bruttonationaleinkommen (BNE) stellt laut dem statistischen Amt die wichtigste Einkommensgrösse der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung Liechtensteins dar. Es umfasst die Einkommen der Unternehmen, des Staates und der Einwohner aus Arbeit und Vermögen.

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