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Liechtensteiner Banken mit massivem Gewinneinbruch

Die Gewinne der 16 im Fürstentum Liechtenstein tätigen Banken sind letztes Jahr massiv eingebrochen.

Sie erreichten ein Niveau, das jenem der frühen 1990er-Jahre entspricht. Wie das Liechtensteiner Amt für Statistik am Donnerstag mitteilte, brach der Jahresgewinn der 16 Banken um 71,4 Prozent auf 163 Millionen Fr. ein. Der Bruttogewinn verringerte sich um 240 Millionen Fr. oder 44 Prozent auf 303 Millionen Franken. Die Eigenkapitalrendite betrug 2,9 Prozent nach 10 Prozent im Vorjahr. Die Rendite von 2011 sei die tiefste in der Bankstatistik seit Beginn der Berechnung im Jahre 1995, schreibt das statistische Amt. Geld abgeflossen Der Jahresendstand der betreuten Kundenvermögen sank um 3,5 Prozent auf rund 117 Milliarden Franken. Der Rückgang war laut Amtsangaben grösstenteils marktbedingt, jedoch flossen auch Vermögen ab. Der Geldabfluss beläuft sich netto auf 0,5 Milliarden Franken. Im Vorjahr war den Banken Neugeld in dieser Grössenordnung zugeflossen. Die Bilanzsumme der Banken erreichte 54,6 Milliarden Franken. Sie übertraf jene des Vorjahres um 2,1 Milliarden Franken. Laut dem Amt für Statistik ist die Bilanzsumme ein Hauptindikator im Ländervergleich. Die Banken in Deutschland wiesen Ende 2010 eine 200 Mal höhere Bilanzsumme aus als die Geldhäuser im Fürstentum. In der Schweiz war die Bilanzsumme 52 Mal höher, in Österreich 23 Mal und in Luxemburg 18 Mal höher als in Liechtenstein.

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