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Lettland bittet Schweden bei Suche nach Bankmillionen um Hilfe

Riga/Stockholm Die lettische Finanz- und Kapitalmarktkommission (FKTK) hat die schwedischen Behörden um Amtshilfe bei der Suche nach einem Teil der verschwunden Millionen bei der lettischen Geschäftsbank Krajbanka gebeten.

Rund 100 Millionen Lats (174 Millionen Fr.) sollen von der Bank auf verschiedene ausländische Konten geflossen sein. Die FKTK vermutet, dass der russische Geschäftsmann Wladimir Antonow, Ex-Eigentümer des verstaatlichten litauischen Mutterbank Snoras, einen Teil des Geldes unter anderem für seinen fehlgeschlagenen Einstieg beim schwedischen Autobauer Saab verwendet hat. Unterdessen hat Saab-Chef Victor Muller in einer SMS gegenüber dem schwedischen Fernsehkanal TV 4 eingeräumt, dass Antonow seinem Unternehmen Tenaci im Februar 2010 Geld für den Kauf von Saab geliehen hat. Der Kredit sei aber Saab nicht direkt gewährt worden, so Muller. Nachdem Mitte November bei der litauischen Snoras-Bank ein Fehlbetrag von mehreren Hundert Millionen Litas festgestellt worden war, wurde Litauens neuntgrösste Bank notverstaatlicht. Mittlerweile wurde ein Konkursverfahren eingeleitet. Anfang vergangener Woche wurden dann die Geschäftsaktivitäten der lettischen Snoras-Tochter, der Krajbanka, eingestellt, nachdem dort ebenfalls ein Fehlbetrag von rund 174 Millionen Fr. aufgedeckt worden war. Wladimir Antonow hielt an der Snoras-Bank 68 Prozent, sein litauischer Geschäftspartner Raimondas Baranauskas war mit rund 23 Prozent beteiligt. Die beiden Geschäftsleute waren am Freitag in London verhaftet, dann aber gegen Kaution wieder auf freien Fuss gesetzt worden.

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