Zum Hauptinhalt springen

Ein Nachlass, aber nicht verheiratet – was tun?

Erblasser haben nur wenig Spielraum, um Konkubinatspartner oder Stiefkinder zu begünstigen. Es gibt jedoch eine verbindlichere Lösung als ein Testament.

Bernhard Kislig
Ein Haus lässt sich schlecht teilen. Wer bei einer Erbschaft Konkubinatspartner begünstigen will, muss früh planen. Foto: Urs Jaudas
Ein Haus lässt sich schlecht teilen. Wer bei einer Erbschaft Konkubinatspartner begünstigen will, muss früh planen. Foto: Urs Jaudas

Das Konkubinat war in der Schweiz lange Zeit verboten. Im Kanton Zürich war die «wilde Ehe» bis in die 70er-Jahre untersagt. In anderen Kantonen dauerte es noch länger, bis sich eine liberalere Haltung auch im Recht durchsetzte und unverheiratete Paare gemeinsam wohnen durften. Auch heute orientieren sich manche Gesetze noch am traditionellen Familienbild. So lässt das Erbrecht, das vor rund 100 Jahren entstand, Konkubinatspaare aussen vor. Vor allem Ehepartner und Kinder erhalten grosszügige Pflichtteile – Konkubinatspartner oder auch Stiefkinder werden hingegen nicht berücksichtigt. Der Pflichtteil ist das vorgeschriebene Minimum, auf das Angehörige Anspruch haben. Neben Pflichtteilen gibt es die frei verfügbare Erbmasse. Doch bei einem Konkubinatspaar mit Kindern haben die Kinder von Gesetzes wegen Anspruch auf 75 Prozent; der langjährige Partner erhält im besten Fall noch den Rest.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.

Abo abschliessen