Zum Hauptinhalt springen

Konjunkturabschwächung schlägt sich auf den Arbeitsmarkt nieder

Nebst saisonalen Effekten hat auch die Konjunktur zum erneuten Anstieg der Arbeitslosigkeit in der Schweiz beigetragen.

Die Quote stieg von 2,9 Prozent im Oktober auf 3,1 Prozent, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) am Mittwoch mitteilte. «Zum zweiten Mal in Folge steigt die Arbeitslosigkeit auch aus konjunkturellen Gründen», kommentierte Serge Gaillard, Leiter der Direktion Arbeit beim SECO, gegenüber der Nachrichtenagentur sda die Statistik. Zwar sei die Zunahme zu etwa drei Viertel saisonal bedingt. Die Konjunkturflaute habe aber ihre Spuren in der Statistik hinterlassen. Insgesamt waren Ende November 121'109 Arbeitslose bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) angemeldet. Das sind 5931 oder 5,1 Prozent mehr als im Vormonat. «Die Zahlen deuten darauf hin, dass sich die Wirtschaftsentwicklung im vierten Quartal abgeschwächt hat», sagte Gaillard. Sie deckten sich damit mit den Konjunkturprognosen, welche das SECO im September veröffentlicht hatte. Damals hatte das Staatssekretariat seine Schätzung des Wachstums des Bruttoinlandprodukts (BIP) für das laufende Jahr von 2,1 auf 1,9 Prozent reduziert. Unter den einzelnen Branchen habe die Arbeitslosigkeit vor allem in der Baubranche, im Gastgewerbe und im Personalverleih zugenommen. Der Anstieg in diesem Branchen sei wiederum hauptsächlich auf saisonale Faktoren zurückzuführen. In den nächsten Monaten rechnet das SECO mit einer weiteren Eintrübung der Situation am Arbeitsmarkt. Für das kommende Jahr wird eine durchschnittliche Arbeitslosenquote von 3,4 Prozent erwartet. Entscheidend werde in den nächsten Monaten sein, wie sich der Frankenkurs entwickelt und ob es Europa gelingt zu verhindern, dass aus der Schuldenkrise in einigen Südeuropäischen Ländern eine europaweite Finanzkrise entsteht, erklärte Serge Gaillard. «Das sind in erster Linie wirtschaftspolitische Fragen, denn realwirtschaftlich besteht kein Grund für einen Rückfall in die Rezession.»

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch