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«Wir wollen keine Geschenke»

Die Tourismus-Branche in der Schweiz brauche dringend Hilfe, sagt der Schweizer Tourismus-Verband. Doch mit dem Hilfspaket des Bundesrats ist er nicht zufrieden. Gefordert werden nachhaltigere Massnahmen.

«Die Regierung vermischt konjunkturelle mit strukturellen Massnahmen»: STV-Präsident Dominique de Buman. (Archivbild)
«Die Regierung vermischt konjunkturelle mit strukturellen Massnahmen»: STV-Präsident Dominique de Buman. (Archivbild)
Keystone

Der Schweizer Tourismus-Verband (STV) verlangt schnelle Massnahmen, um die Tourismusbranche zu entlasten, die unter dem starken Franken leidet. Mit dem ersten bundesrätlichen Hilfspaket ist der Verband nicht zufrieden. «Wir wollen keine Geschenke», sagte STV-Präsident und Nationalrat Dominique de Buman (CVP, FR) bei der Eröffnung der Delegiertenversammlung in einem Hotel in Vevey. «Unsere Branche geht durch eine schwierige Zeit. Dieses Hotel ist normalerweise zu 70 Prozent belegt. Jetzt ist es gerade mal zu 40 Prozent ausgelastet.» Der Schweizer Tourismus jammere nicht herum, «aber wir brauchen jetzt staatliche Hilfe», sagte de Buman weiter.

Die 100 Millionen Franken, welche der Bundesrat der Tourismusbranche im Rahmen seines ersten Hilfsprogramms zusprechen will, haben beim Verband Verwunderung ausgelöst. Laut Bundesrat soll mit dem Geld die Investitionstätigkeit in der Tourismusbranche angekurbelt werden. «Es scheint, die Regierung vermischt konjunkturelle mit strukturellen Massnahmen», sagte de Buman.

Neue Märkte erschliessen

Vielmehr verlangt der STV eine Senkung der Mehrwertsteuer auf 2,5 Prozent für das kommende Jahr. «Dies würde dem Tourismus für ein Jahr etwas Luft zum Atmen geben», sagte de Buman. Zudem fordert der Verband die Öffnung des Fleischmarktes.

Im Weiteren will der Dachverband, dass der Bundesrat den Rahmenkredit für Schweiz Tourismus von bisher 191 auf 227 Millionen Franken erhöht. «Der Einbruch bei den Übernachtungen von Gästen aus den benachbarten Ländern muss durch das Erschliessen neuer Märkte ausgeglichen werden», sagte de Buman.

Ausserdem fordert der Verband, dass die touristische Innovationsförderung vom Bund 2011 und 2012 mit 32 Millionen unterstützt wird. «Der Bundesrat sieht zusätzliche 24 Millionen vor. Das geht in die richtige Richtung. Versuchen wir, das positiv zu sehen, obwohl wir damit nicht zufrieden sind», sagte er weiter.

SDA/kpn

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