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Wie die US-Notenbank ihre gigantische Bilanz abtragen will

Das jüngste Protokoll des Fed macht klar, wie dessen Entscheidungsträger die Schwierigkeiten konkret meistern wollen, aus der ultralockeren Geldpolitik auszusteigen. Der bisherige Leitzins taugt dafür nicht mehr.

Angesichts des vielen geschaffenen Geldes muss die US-Notenbank künftig neue Wege finden, um die Kapitalmärkte zu beeinflussen: Übertragung einer Pressekonferenz von Fed-Chefin Janet Yellen an der New Yorker Börse.
Angesichts des vielen geschaffenen Geldes muss die US-Notenbank künftig neue Wege finden, um die Kapitalmärkte zu beeinflussen: Übertragung einer Pressekonferenz von Fed-Chefin Janet Yellen an der New Yorker Börse.
Reuters

Im am Mittwoch publizierten Protokoll der US-Notenbank Fed (den sogenannten «Minutes») hat auf den Finanzmärkten vor allem interessiert, wie es mit den Anleihenkäufen von gegenwärtig noch 35 Milliarden Dollar pro Monat weitergehen soll. Seit Anfang Jahr reduziert das Fed die Käufe von ursprünglich 85 Milliarden Dollar pro Monat um 10 Milliarden Dollar. Zum ersten Mal haben die Mitglieder des geldpolitischen Führungsgremiums der Notenbank (FOMC) unter der Leitung von Janet Yellen ein konkretes Datum für das Ende der Käufe genannt. Das soll im Oktober sein: Im August und September würden sie demnach um jeweils weitere 10 Milliarden Dollar reduziert, im Oktober dann gleich um die verbleibenden 15 Milliarden. Ein Versprechen ist das allerdings nicht. Voraussetzung ist – wie bei solchen zukunftsbezogenen Aussagen immer –, dass keine unerwartete Verschlechterung der US-Konjunkturlage eintritt.

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