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Wer löst das Hungerproblem: Spekulanten oder Romantiker?

Ein wichtiges Thema am WEF ist der Kampf gegen den Hunger. Wie in der Energiefrage stehen sich zwei unversöhnliche Lager gegenüber.

42 Prozent der indischen Kinder unter fünf Jahren sind unterernährt: Kinder im Zentrum der Hilfsorganisation Apanalay, die sich um mangelernährte Kinder kümmert.
42 Prozent der indischen Kinder unter fünf Jahren sind unterernährt: Kinder im Zentrum der Hilfsorganisation Apanalay, die sich um mangelernährte Kinder kümmert.
Keystone

Der Kampf gegen den Hunger gehört zu den wichtigsten Herausforderungen der Gegenwart. Der Grund dafür ist banal: Bis zur Mitte dieses Jahrhunderts werden mehr als neun Milliarden Menschen auf dem Planeten Erde wohnen, das ist eine Zunahme von rund 2,5 Milliarden gegenüber heute. Gleichzeitig wird der neue Mittelstand in den aufstrebenden Ländern mehr Fleisch verzehren wollen. Deshalb gehen die Experten der UNO davon aus, dass weltweit die Nahrungsmittelproduktion bis 2050 etwa um 70 Prozent gesteigert werden muss. Aber wie? Eine zweite grüne Revolution wird es nicht geben. Darunter versteht man die massive Steigerung der Produktivität in der Landwirtschaft in den 1960er- und 1970er-Jahren. Zwei Dinge haben diese Revolution ermöglicht: Erdöl und Dünger. Dieses Potenzial ist heute ausgeschöpft. So stellt der Entwicklungsökonom Paul Collier fest: «Wegen des Anstiegs der Düngemittelpreise – ein Nebeneffekt der hohen Energiepreise – wird eine grüne Revolution in Afrika nicht auf chemischer Basis stattfinden können.» Collier ist Professor in Oxford und einer der führenden Experten auf diesem Gebiet.

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