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Varoufakis verspricht Rückzahlung von IWF-Kredit

450 Millionen Euro muss Athen bis Donnerstag an den Weltwährungsfonds IWF überweisen. Dann wird sich zeigen, ob der griechische Finanzminister sein Versprechen hält.

Eine Kooperation liegt im Interesse aller: IWF-Chefin Christine Lagarde mit Griechenlands Finanzminister Varoufakis. (Archivbild)
Eine Kooperation liegt im Interesse aller: IWF-Chefin Christine Lagarde mit Griechenlands Finanzminister Varoufakis. (Archivbild)
Reuters

Nach in Athen gestreuten Zweifeln hat Griechenlands Finanzminister Giannis Varoufakis dem Internationalen Währungsfonds (IWF) persönlich die Rückzahlung einer fälligen Kreditrate in der kommenden Woche zugesagt. Sie begrüsse Varoufakis' Bestätigung, dass Athen am Donnerstag die 460 Millionen Euro begleichen werde, erklärte IWF-Chefin Christine Lagarde nach einem Treffen der beiden in Washington.

Die Unsicherheit der vergangenen Wochen sei «nicht im Interesse Griechenlands». Regierungschef Alexis Tsipras hatte vor drei Wochen in einem Brief an Angela Merkel geschrieben, seinem Land gehe bald das Geld aus. Als aus seinem Kabinett die Drohung kam, als erstes könne der am 9. April fällige IWF-Kredit nicht beglichen werden, hatte das die Sorge vor der Pleite Athens und damit einhergehenden unkalkulierbaren Folgen für die Griechen und die Eurozone beflügelt.

Seine Regierung habe «die Absicht, alle ihre finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen», betonte Varoufakis nun nach dem Treffen mit Lagarde. Die IWF-Chefin ergänzte in ihrer Erklärung, ihr Gast aus Athen habe auch zugesagt, sich dafür einzusetzen, dass die stockenden Gespräche mit den Vertretern der Gläubiger-Troika aus IWF, Europäischer Zentralbank (EZB) und EU-Kommission «verbessert» würden.

Athen verspricht Einhaltung von Verpflichtungen. (Video: Reuters)

Weil Griechenland die Forderung der Euroländer nach konkreten und belastbaren Reformen und Sparmassnahmen bislang nicht erfüllt hat, halten diese weitere Notkredite zurück. Auch wenn das Geld noch für die IWF-Rate reiche, gebe es «ein Liquiditätsproblem», sagte der griechische Arbeitsminister Panos Skourletis am Montag dem Radiosender Vima. Die Verhandlungen müssten endlich Erfolg bringen, damit die «Wassertropfen-Tortur» ende.

Aus Athen verlautete, am Mittwoch wolle sich die Euro-Arbeitsgruppe der Vizefinanzminister zu einer Telefonkonferenz zusammenschalten. Noch werde über Forderungen aus Brüssel gestritten, die Renten zu kürzen, den Arbeitsmarkt flexibler zu machen und die Mehrwertsteuer zu erhöhen.

Mit Argwohn wird in den Euroländern Athens Hinwendung an Russland gesehen. Tsipras reist zum 70. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges am Mittwoch nach Moskau, wovon Merkel und Frankreichs Staatspräsident François Hollande wegen der Ukraine-Krise absehen.

AFP/bru

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