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US-Angriffe sorgen für Nervosität an der Wallstreet

Die US-Börsen tauchten, nachdem die USA auch in Syrien Luftangriffe gegen die Islamisten geflogen sind.

Der Dow-Jones-Index beendete den Handel 0,7 Prozent tiefer auf 17'056 Punkten: Ein Händler an der New Yorker Börse. (17. September 2014)
Der Dow-Jones-Index beendete den Handel 0,7 Prozent tiefer auf 17'056 Punkten: Ein Händler an der New Yorker Börse. (17. September 2014)
Andrew Burton, AFP

Die ausgeweitete US-Offensive gegen die Extremistenmiliz IS hat am Dienstag für Vorsicht an der Wallstreet gesorgt. Anleger zeigten sich nervös, nachdem die USA und einige arabische Staaten nun auch Ziele des Islamischen Staat (IS) in Syrien bombardieren.

Zusätzlich drückte eine Initiative von US-Präsident Barack Obama zur Bekämpfung von Steuerflucht auf die Kurse. «Der Markt hat nach unstrittigen Gründen gesucht, zu verkaufen und sich vor der Berichtssaison neu aufzustellen», sagte Chef-Marktstratege Peter Kenny von Clearpool Group. «Davon bekommen wir jetzt reichlich.»

Der Dow-Jones-Index beendete den Handel 0,7 Prozent tiefer auf 17'056 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 0,6 Prozent auf knapp 1983 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq fiel 0,4 Prozent auf rund 4509 Stellen.

Pharmawerte auf Talfahrt

In New York gingen vor allem Pharmawerte wegen der neuen Steuerregeln auf Talfahrt. Pfizer verloren 0,4 Prozent, Abbott 2,1 Prozent und AbbVie zwei Prozent. Das sofort geltende Massnahmenpaket trifft vor allem jene Firmen, die durch die Übernahme einer ausländischen Firma die Verlagerung des Steuersitzes in einen Staat mit geringeren Abgaben anstreben.

Damit steht unter anderem die 55 Milliarden Dollar schwere Übernahme von Shire durch AbbVie auf der Kippe. Ebenso könnte es den Pfizer-Konzern davon abhalten, seine jüngst abgewiesene Kauf-Offerte über 118 Milliarden Dollar für AstraZeneca nachzubessern.

Die Aktien von Burger King gaben 2,7 Prozent nach. Die Schnellrestaurant-Kette ist ebenfalls von der Steuerfrage betroffen. Sie schluckt die kanadische Kaffee- und Donut-Kette Tim Hortons und will ihren Hauptsitz nach Kanada verlegen.

Milliardenfusion

In den Blick der Anleger rückte eine weitere Milliardenfusion. In der Düngemittel-Branche verhandeln der norwegische Konzern Yara und das US-Unternehmen CF Industries über einen Zusammenschluss zu einem 27 Milliarden Dollar schweren Gemeinschaftsunternehmen. Sie wollen damit Weltmarktführer Potash herausfordern. CF-Aktien kletterten 5,3 Prozent in die Höhe.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 718 Millionen Aktien den Besitzer. 887 Werte legten zu, 2169 gaben nach und 131 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,83 Milliarden Aktien 804 im Plus, 1886 im Minus und 145 unverändert.

SDA/thu

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