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Tokioter Börse stürzt zum dritten Mal in Folge ab – Ölpreis steigt

Die politischen Umwälzungen in der arabischen Welt und im Nahen Osten haben an den asiatischen Börsen Spuren hinterlassen. Der Ölpreis setzt derweil seinen Höhenflug fort. In Libyen wird weniger Öl produziert.

Die Tokioter Börse verzeichnete den dritten Tag in Folge Verluste und auch an einigen anderen Aktienmärkten in Fernost ging es bergab. Sorgen bereitete den Anlegern weiter der hohe Ölpreis, der sich um 100 Dollar je Fass bewegt.

Am Markt würden Risiken abgewogen, ob sich die Unruhen auch auf grössere Ölexport-Länder wie Saudiarabien ausweiten könnten, sagten Beobachter. In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 1,2 Prozent im Minus bei 10'452 Zählern.

Exportwerte im Minus

Der breiter gefasste Topix-Index verlor 1,3 Prozent auf 934 Punkte. Auch die Börsen in Korea und Singapur mussten Federn lassen, während die Aktienmärkte in Taiwan Hongkong und Shanghai ein leichtes Plus schafften.

In Tokio lagen auch Exportwerte im Minus: Sony-Aktien gaben 1,5 Prozent nach, Toyota-Papiere verloren 1,7 Prozent und Honda-Anteilscheine schlossen 1,4 Prozent niedriger.

Libyen produziert weniger Öl

Die Ölpreise haben am Donnerstag ihren Höhenflug fortgesetzt. Die Sorge vor einem Übergreifen der Unruhen von Libyen auf andere Staaten etwa im Nahen Osten treibt die Notierungen laut Händlern weiter in die Höhe. Ein Fass (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur April-Lieferung kostete im frühen Handel 112,80 US-Dollar. Das waren 1,55 Dollar mehr als am Vortag.

Mitte Januar lag der Preis noch bei 95 Dollar, Mitte 2010 gar nur bei 75 Dollar. Der Preis für ein Fass der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) legte um 88 Cent auf 98,98 Dollar zu.

Die Gewalteskalation in Libyen hat die Ölproduktion des Landes bereits deutlich verringert. Zahlreiche internationale Konzerne zogen ihre Mitarbeiter ab. Dies dürfte nicht ohne weitere Folgen für die Ölproduktion bleiben.

(SDA)

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