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So hoch besteuert die Schweiz die Vermögen der Reichen

Zwar haben die meisten Kantone die Erbschaftssteuer für Kinder abgeschafft. Wohlhabende werden im internationalen Vergleich aber nicht geschont.

Sie steht nicht zur Disposition, und trotzdem spielt sie eine wichtige Rolle im Abstimmungskampf um die Initiative für die Einführung einer nationalen Erbschaftssteuer: die Vermögenssteuer. Sie wird als Argument gegen die Erbschaftssteuer ins Feld geführt – weil sie eine Schweizer Besonderheit ist.

Die Vermögenssteuer wird von allen Kantonen erhoben und brachte 2013 dem Fiskus 5,7 Milliarden Franken ein. Sie geniesst – ausser bei den kantonalen Finanzdirektoren – kein sehr hohes Ansehen. Auf bürgerlicher Seite, aber auch von Wissenschaftlern wird beklagt, dass die Vermögenssteuer an der Substanz zehre. Sie muss jährlich bezahlt werden, egal, ob auf dem Vermögen eine Rendite erzielt wurde oder nicht. Egal also, ob eine Aktie Gewinn abwarf oder nicht. «Gerade im aktuellen Umfeld mit den tiefen Zinsen geht die Vermögenssteuer an die Substanz», sagt Marius Brülhart, Volkswirtschaftsprofessor an der Universität Lausanne. Andererseits vermindert die Vermögenssteuer den Anreiz zu sparen. Sie beeinflusst das Verhalten stärker als etwa die Erbschaftssteuer – hat damit einen verzerrenden Effekt oder ist, ökonomisch gesprochen, ineffizient.

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