SMI knackt neuen Rekord

Der Schweizer Börsenindex erreicht kurz nach Börsenbeginn über 10'100 Punkte – auch dank Kursgewinnen der Banken.

Eine Person geht am Logo der Schweizer Börse SIX vorbei. (Symbolbild) Foto: Steffen Schmidt/Keystone

Eine Person geht am Logo der Schweizer Börse SIX vorbei. (Symbolbild) Foto: Steffen Schmidt/Keystone

Am Schweizer Aktienmarkt ist es zu Wochenbeginn zu einem Rekord gekommen. Der Leitindex SMI übersprang gleich zu Handelsbeginn das am 3. Juli markierte Allzeithoch von 10'091,48 Punkten und setzte in der Folge den neuen Rekord bei 10'109,29 Punkten. Der Index konnte das hohe Niveau nicht ganz bis zum Schluss halten, weil in einigen Werten stark Gewinne einkassiert wurden.

Laut Händlern bleibt die Stimmung grundsätzlich optimistisch. Nach einem wochenlangen Zick-Zack-Kurs habe sich der Markt nun für die Richtung «nach oben» entschieden, ist zu hören. Die gute Stimmung hatte vergangene Woche nach Entspannungssignalen im Handelsstreit eingesetzt. Genährt wird der Optimismus aber auch von der Spekulation auf weitere geldpolitische Lockerungen der Zentralbanken und damit auf neues billiges Geld.

Skeptiker sind nicht ganz so euphorisch. Die Risiken - Handelsstreit, Brexit, Konjunktur - seien nicht verschwunden. Sie verweisen zum Beispiel auf die am Sonntag publizierten chinesischen Aussenhandelszahlen, die überraschend schwach ausgefallen waren.

Hoffen auf Notenbanken

Je näher die Zinssitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) am kommenden Donnerstag komme, umso vorsichtiger dürften sich die Anleger verhalten, hiess es am Markt. Ökonomen gehen davon aus, dass die EZB weitere Lockerungsmassnahmen ins Auge fassen wird. Die Erwartungen sind hoch.

Der schwache US-Arbeitsmarktbericht vom Freitag nährte zudem die Spekulationen auf weitere Zinssenkungen der US-Notenbank Fed, hiess es weiter.

Der Swiss Market Index (SMI) schloss am Montag mit 10'059,37 Zählern um 0,14 Prozent tiefer als am Freitag. Belastet wurde der Markt von den Gewinnmitnahmen bei der «schwersten» börsennotierten Schweizer Firma Nestlé (-2,1%). Aber auch die Pharmaschwergewichte Novartis und Roche verloren. Die Banken gaben dem Index mit Kursgewinnen dagegen Halt.

sda

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