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Seltene Erden – China beugt sich internationalem Druck

Die USA, die EU und Japan hatten gegen Pekings Exportquote für seltene Erden eine Klage eingereicht. Nun gewährt China seinen Produzenten eine zusätzliche Ausfuhr von bis zu 11'000 Tonnen.

Begehrtes Gestein: Ein Bagger baut in einer chinesischen Mine seltene Erden ab.
Begehrtes Gestein: Ein Bagger baut in einer chinesischen Mine seltene Erden ab.

Die chinesische Regierung hat angekündigt, die Exportquoten seltener Erden zu erhöhen. Chinesische Firmen könnten pro Jahr zusätzlich 10'680 Tonnen der für die Industrie kostbaren Metalle ausführen, teilte das Handelsministerium in Peking mit. Damit steigt die bisher zugelassene Menge für 2012 auf 21'226 Tonnen. Möglicherweise werden die Quoten später im Jahr erneut erhöht. Die USA, die EU und Japan hatten im März Klage vor der Welthandelsorganisation (WTO) wegen den chinesischen Beschränkungen eingereicht.

Die Handelspartner verdächtigen Peking, die Preise für die begehrten Rohstoffe in die Höhe treiben zu wollen. Auf China entfallen mehr als 90 Prozent der Förderung weltweit.

Computer, Mobiltelefone oder Flachbildschirme

Als seltene Erden werden 17 chemische Elemente bezeichnet, die für die Industrie wertvolle Eigenschaften wie besondere Hitzebeständigkeit besitzen. Sie werden benötigt, um Computer, Mobiltelefone, Batterien oder Flachbildschirme zu fertigen. Sie kommen auch in Windanlagen, Raketen, Elektroautos und vielen weiteren Gütern zum Einsatz.

Im vergangenen Jahr hatte China rund 30'000 Tonnen seltener Erden exportiert. Die Regierung hat in der Vergangenheit versichert, in diesem Jahr werde die Ausfuhrmenge etwa auf demselben Niveau liegen.

(SDA)

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