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Seit zwei Jahrzehnten nicht mehr so viele Autos verkauft

Im letzten Dezember wurden gemäss UBS-Konsumindikator aussergewöhnlich viele Neuwagen verkauft. Doch vor einer verfrühten Euphorie wird gewarnt.

Seit Jahresbeginn gelten höhere CO2-Abgaben beim Autokauf: Ein Autohändler in Aathal. (Archivbild: Keystone)
Seit Jahresbeginn gelten höhere CO2-Abgaben beim Autokauf: Ein Autohändler in Aathal. (Archivbild: Keystone)

Im Dezember hat der Verkauf neuer Autos die sonst recht gedämpfte Konsumlaune in der Schweiz belebt. Die Zahl der neu eingelösten Autos stieg im Vergleich zum Vorjahr um ein Fünftel, wie dem UBS-Konsumindikator zu entnehmen ist. Der Index, der mit einem Vorlauf von ungefähr drei Monaten auf die offiziellen Zahlen die Entwicklung des Privatkonsums abbilden soll, stieg von 1,29 im November auf 1,42 Punkte im Dezember.

Seit Beginn der Erhebung 1995 registrierten die Fachleute der Grossbank nie so hohe Neuwagenabsätze wie im vergangenen Dezember. Insgesamt gab es in den vergangenen 20 Jahren nur fünf Monate mit höheren Verkäufen bei den Autohändlern. Eine Euphorie über den künftigen Privatkonsum wäre trotz Indexanstieg verfrüht, warnen die Experten der UBS. Seit Jahresbeginn nämlich gelten höhere CO2-Abgaben beim Autokauf. Das bewog viele, sich das neue Auto noch im alten Jahr zuzulegen. Darum müssen die Garagisten zum Jahresbeginn mit schwächerem Absatz rechnen.

Auch die eingetrübte Stimmung im Detailhandel dämpft die Erwartungen auf ein hohes Konsumwachstum. Bei den Detailhändlern liess der Optimismus nach, was auf dem Indikator lastet. Der Index zur Beurteilung der Geschäftslage kippte von 3 Punkten im Plus auf minus 6 Punkte. Damit stellen die Pessimisten unter den Detailhändlern die Mehrheit.

Die UBS berechnet den Indikator anhand von fünf Grössen: Konsumentenstimmungsindex des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco), Index zur Geschäftslage im Detailhandel, Autoverkaufszahlen, Hotelübernachtungen und Kreditkartenumsätze im Inland.

SDA/thu

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