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Schweizer Börse schliesst wieder höher

Die eingetrübten Entwicklungen der Weltwirtschaft bestimmten die Märkte. SMI legte eine Berg- und Talfahrt hin, Der DAX schloss im Minus. Der Euro kostet wieder weniger als 1.14 Franken.

Der Schweizer Aktienmarkt hat nach einer Berg- und Talfahrt der Kurse leicht höher als am Vorabend geschlossen. Dominierende Themen blieben die Schuldenkrise in Europa und die eingetrübten Aussichten für die weitere weltwirtschaftliche Entwicklung. Insbesondere stand die USA im Fokus, die nach wie vor der globale Wachstumsmotor sind. Für eine kurzzeitig positive Stimmung am Nachmittag sorgte denn auch der US-Einkaufsmanagerindex, der einen Wert deutlich über den Erwartungen der Expertengemeinde zeigte.

Der Swiss Market Index (SMI) lag schliesslich 0,05 Prozent über dem Schlusstand des Vorabends bei 5531,54 Punkten. Der breite Gesamtmarkt gemessen am Swiss Performance Index (SPI) stieg 0,18 Prozent auf 5040,13 Punkte.

Vorbei ist es auch mit den Anzeichen für eine Entspannung auf dem Devisenmarkt. Der Schweizer Franken hat gegenüber dem wichtigsten Handelswährungen wieder deutlich zugelegt. Der Euro kostete Ende Nachmittag wieder deutlich weniger als 1,14 Franken, für einen US-Dollar wurden 79,7 Rappen bezahlt.

Frankenstärke: Wechselkurs ist entscheidend

Die Industrie- und Handelskammer Zentralschweiz (IHZ) begrüsst die Massnahmen des Bundesrates zum aktuellen Frankenkurs. Sie seien aber nur ein Tropfen auf den heissen Stein. Entscheidend seien der Wechselkurs sowie entsprechenden Interventionen der Nationalbank.

In einer Medienmitteilung fordert die IHZ die Politik und die Nationalbank auf, dem Wechselkurs in der aktuellen Situation Priorität einzuräumen. Das bisherige Engagement der Nationalbank sei fortzuführen. Die Politik habe dabei der Nationalbank den Rücken zu stärken und von der Stützung einzelner Branchen abzusehen.

Volle Auftragsbücher

Zur Situation der Zentralschweiz weist die IHZ daraufhin, dass die meisten Unternehmen volle Auftragsbücher haben. Die Erwartungen für das zweite Halbjahr und für 2012 seien jedoch gedämpft. Zudem seien die für Substanzerhalt und Neuinvestitionen notwendigen Margen praktisch komplett weggeschmolzen.

Einzelne Unternehmen arbeiten laut IHZ im roten Bereich. Massnahmen zur Steigerung der Effizienz bzw. zur Reduktion der Kosten seien meistens ausgereizt. Als letzten möglichen Schritt würden temporäre Arbeitszeiterhöhungen bei gleichem oder tieferem Lohn oder gar Personalabbau und -verlagerung ins Auge gefasst. Die meisten Firmen hätten einen Personal- und Investitionsstopp veranlasst.

An dieser angespannten Situation habe auch die Aufwertung des Euro in der letzten Woche nur wenig geändert. Die Unternehmen seien auf eine weitere Schwächung des Franken gegenüber Euro, Dollar und Pfund angewiesen.

DAX näherte sich dem Plus nur

Der deutsche Aktienmarkt hat den Handel mit Verlusten beendet. Gute US-Konjunkturzahlen sorgten am Nachmittag für einen rapiden Anstieg, der DAX schaffte es kurzzeitig fast ins Plus. Doch dann fiel der Leitindex wieder zurück. Der DAX schloss mit einem Minus von 0,9 Prozent auf 5.731 Punkte. Der MDAX stand fast unverändert bei 9.171 Zählern. Der TecDAX schaffte gegen Ende des Handels ebenfalls noch die Annäherung an die schwarze Null und schloss mit einem minimalen Minus bei 754 Punkten.

Die Wall Street zeigte sich kaum verändert. Der Dow-Jones-Index verlor gegen 17.40 Uhr (MESZ) einen Zähler auf 11.612 Punkte. Der Nasdaq-Composite stand fast unverändert bei 2.578 Punkte.

SDA/bru

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