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Run auf deutsche Zollämter

Schweizer Einkaufstouristen lassen sich zunehmend Ausfuhrbescheinigungen zur Rückforderung der Mehrwertsteuer ausstellen.

Das gibt später Bares: Schweizer Einkaufstouristen lassen sich Ausfuhrbescheinigungen zur Rückforderung der Mehrwertsteuer ausstellen.
Das gibt später Bares: Schweizer Einkaufstouristen lassen sich Ausfuhrbescheinigungen zur Rückforderung der Mehrwertsteuer ausstellen.
Keystone

«Die Zahl der Ausfuhrbescheinigungen zur Rückforderung der Mehrwertsteuer, die sich die Schweizerinnen und Schweizer an der deutschen Grenze abstempeln liessen, wuchs (…) gegenüber dem Vorjahr deutlich», heisst es in einer neuen Studie der Credit Suisse zum Detailhandel. Dieser Anstieg sei auf die intensivere Nutzung der Mehrwertsteuerrückerstattung zurückzuführen und weniger auf einen stärkeren Einkaufstourismus, so die Autoren weiter.

Die Ökonomen der Credit Suisse gehen in ihrer Untersuchung davon aus, dass der Einkaufstourismus für 2014 auf hohem Niveau stabil geblieben ist. «So stagnierten die Mehrwertsteuereinnahmen aus dem privaten Reiseverkehr in die Schweiz bereits das dritte Jahr in Folge.»

Wesentliche Gründe für diese Stabilisierung seien die Wechselkurs- und Preisentwicklungen. 2014 hätte sich die Differenz zwischen dem Preisniveau in der Schweiz und jenem in den Nachbarländern erneut verringert. Zudem hätte sich der Schweizer Franken gegenüber dem Euro nur geringfügig aufgewertet.

Zugenommen haben dürften laut der CS-Studie die Onlinekäufe von Schweizern im Ausland. Und hier wird weiterhin eine dynamische Entwicklung erwartet.

Online wird für Detailhandel immer wichtiger

Auch gesamthaft verändert sich der Schweizer Detailhandel hin zu mehr Online-Einkäufen. Insgesamt werde der Anteil des Onlinehandels am gesamten Detailhandelsumsatz bis 2020 von heute 5 auf 11 Prozent steigen.

Was die Umsätze anbelangt, sind die Schweizer Detailhändler für 2015 weniger optimistisch als im Jahr zuvor. Vor allem die Lebensmittelhändler sind skeptisch. In einer Befragung haben 11 Prozent von ihnen angegeben, dass sie mit einem Gewinnrückgang rechnen.

Begründet wird der Rückgang mit Kosten, die durch die teure Ausdehnung der Verkaufsflächen entstehen werden. Bei nicht im Lebensmittelverkauf tätigen Detailhändlern sieht die Lage etwas anders aus: Sie setzen auf das Internet als Verkaufskanal. Ein Viertel von ihnen plant darum sogar, die Verkaufsflächen zu reduzieren.

Für die Studie wurden unter anderem 250 Entscheidungsträger im Detailhandel zu ihrer Umsatz- und Gewinnplanung befragt: Über alle Branchen rechnen 73 Prozent der Befragten mit einem Umsatzwachstum und die Hälfte auch mit einem Gewinnzuwachs. Allerdings wird das Wachstum in der Spanne zwischen 0 und 2 Prozent eher gering ausfallen.

SDA/cpm

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