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Richter lassen AKW Fessenheim am Netz

Das älteste französische AKW darf trotz der vielen Pannen weiter Strom produzieren. Das hat ein Gericht entschieden. François Hollande hatte versprochen, das 36 Jahre alte AKW bis Ende 2016 stillzulegen.

Uralt: Das im Elsass gelegene AKW ist seit rund 36 Jahren in Betrieb.
Uralt: Das im Elsass gelegene AKW ist seit rund 36 Jahren in Betrieb.
Keystone

Das französische Atomkraftwerk Fessenheim nahe der Schweizer Grenze kann weiter betrieben werden. Die Berufungskammer des Verwaltungsgerichts in Nancy wies eine Klage über die sofortige Schliessung des ältesten französischen AKW ab.

Das Gericht bestätigte damit ein Urteil der ersten Instanz von 2011. Geklagt hatte der deutsch-französisch-schweizer Trinationale Atomschutzverband Tras, der die Gefahren durch Erdbeben und Überschwemmungen im Rheingraben in den Vordergrund stellte. Auf seiner Liste der Gefahren und Risiken stehen auch Altersschwäche und durchschnittlich mehr Pannen und Zwischenfälle als in anderen Atomkraftwerken.

Millionenausgaben für Aufrüstung

Frankreichs Präsident François Hollande hatte versprochen, das 36 Jahre alte AKW bis Ende 2016 stillzulegen. Den Umweltschützern ist das jedoch zu spät. Ein Tras-Sprecher sagte, man sei von diesem Urteil nicht wirklich überrascht. Die Umweltschützer wollten mit dem Verfahren auch versuchen, die nach ihrer Ansicht unnötigen Millionenausgaben für die Aufrüstung des Kraftwerks zu verhindern.

Doch der Staatsrat hatte Anfang April entschieden, dass die Arbeiten fortgesetzt werden, um die Fundamente beider Reaktorblöcke für den Fall eines Erdbebens zu verstärken – ungeachtet der baldigen Schliessung. Pro Reaktorblock kostet das etwa 15 Millionen Euro.

SDA/bru

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