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Preise im Juli kaum gestiegen

In der Schweiz bleiben die Preise praktisch unverändert – trotz billigen Krediten. Das liegt an der nach wie vor flauen Konjunktur.

Kaum Preiserhöhungen: Detailhandelsfiliale in Wetzikon.
Kaum Preiserhöhungen: Detailhandelsfiliale in Wetzikon.

Trotz offener Geldschleusen der Schweizerischen Nationalbank steigen die Konsumentenpreise kaum. Im Juli betrug die Teuerung innert Jahresfrist nur 0,4 Prozent.

Im Juni hatte die Jahresteuerung bei 0,5 Prozent gelegen, im Juli 2009 bestanden mit -1,2 Prozent sogar deflationäre Tendenzen. Der Landesindex der Konsumentenpreise steht nun bei 103,4 Punkten (Dezember 2005=100), wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Dienstag mitteilte.

Gegenüber Juni sind die Preise sogar um 0,7 Prozent gesunken. Das lag hauptsächlich am Sommerausverkauf für Kleider und Schuhe, die innert Monatsfrist um 10,7 Prozent billiger wurden, sowie an den tieferen Heizölpreisen (-5,3 Prozent). Die Preise für Benzin (-1,3 Prozent) und Diesel (-0,3 Prozent) nahmen weniger stark ab.

Zinsen bleiben niedrig

Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke wurden um 0,5 Prozent günstiger. Dagegen musste für Alkohol und Tabak im Schnitt 0,2 Prozent mehr bezahlt werden. Bei Anbietern von Freizeit und Kultur (- 0,2 Prozent) registrierte das BFS tiefere Preise, insbesondere wurden Computer und Pauschalreisen billiger. Restaurants und Hotels ermässigten ihre Preise um 0,1 Prozent.

Die Nationalbank versucht seit der Finanzkrise mit ihrem nahe Null liegenden rekordtiefen Leitzins die Kreditvergabe der Banken und damit die Investitionen anzukurbeln. Dabei bleibt sie ihrem obersten Ziel Preisstabilität verpflichtet, die sie bis zu einer Jahresteuerung von 2 Prozent gewahrt sieht.

Weil weiterhin erst auf mittlere Sicht mit spürbar steigenden Preisen zu rechnen ist, hat sie die Zinswende trotz anziehender Konjunktur noch nicht eingeleitet.

SDA/oku

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