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Portugal erhält von der Troika ein Jahr mehr Zeit

Zum fünften Mal war die Troika in Lissabon und hat die Fortschritte bei der Sanierung der portugiesischen Staatsfinanzen geprüft. Diese hat sie offenbar gewürdigt und trägt nun der Wirtschaftslage Rechnung.

Muss das Defizit in diesem Jahr nur auf 5 Prozent senken statt auf 4,5: Der portugiesische Finanzminister Vitor Gaspar berichtet vor den Medien in Lissabon vom jüngsten Besuch der Troika. (11. September 2012)
Muss das Defizit in diesem Jahr nur auf 5 Prozent senken statt auf 4,5: Der portugiesische Finanzminister Vitor Gaspar berichtet vor den Medien in Lissabon vom jüngsten Besuch der Troika. (11. September 2012)

Die internationalen Geldgeber haben dem hoch verschuldeten Euroland Portugal mehr Zeit zur Sanierung der maroden Staatsfinanzen gewährt. Das Ziel der Erreichung des von Brüssel erlaubten Haushaltsdefizits von 3,0 Prozent des Bruttoinlandprodukts sei um ein Jahr auf 2014 verschoben worden, sagte Finanzminister Vitor Gaspar in Lissabon zum Abschluss des fünften Evaluierungsbesuchs der Troika aus Europäischer Union, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF).

Für das laufende Jahr sei das Defizitziel von 4,5 auf 5,0 Prozent gelockert worden, für 2013 seien jetzt 4,5 (statt 3,0) Prozent erlaubt, und 2014 wolle man ein Minus von höchstens 2,5 Prozent erzielen, sagte Gaspar. Trotz jüngster Rückschläge habe die Troika die Sanierungsbemühungen der Mitte-Rechts-Regierung von Pedro Passos Coelho gewürdigt und von «signifikanten Fortschritten» gesprochen.

Rezession dämpft Steuereinnahmen

Portugal, das seit 2011 am internationalen Finanztropf hängt, hatte bisher bei der Sanierung der Staatsfinanzen Erfolg. Vor zwei Wochen hatte das Finanzministerium allerdings eingeräumt, man werde wegen eines Einbruchs der Steuereinnahmen in Folge der Rezession das für 2012 festgelegte Haushaltsdefizit-Ziel von 4,5 Prozent ohne zusätzliche Sparmassnahmen nicht mehr erreichen.

SDA/mw

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