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Lagarde macht Chinesen zum Stellvertreter

Christine Lagarde hat einen Top-Posten an Peking vergeben. Die IWF-Chefin ernannte den chinesischen Volkswirt Zhu Min zu einem ihrer vier Stellvertreter.

Einer der vier Stellvertreter von Christine Lagarde: Volkswirt Min Zhu.
Einer der vier Stellvertreter von Christine Lagarde: Volkswirt Min Zhu.
AFP

Der 58-jährige Ökonom war in der Vergangenheit unter anderem stellvertretender Gouverneur der chinesischen Zentralbank und arbeitete zuletzt als Sonderberater des zurückgetretenen IWF-Chefs Dominique Strauss-Kahn.

Zu ihrem neuen ersten Stellvertreter machte Lagarde den Wirtschaftsberater von US-Präsident Barack Obama, David Lipton. Der 57-Jährige folgt auf seinen Landsmann John Lipsky, der nach dem Rücktritt Strauss-Kahns zwischenzeitlich die IWF-Geschäfte geführt hatte und dessen Amtszeit Ende August ausläuft. Damit hat das seit Gründung des Währungsfonds vor mehr als 60 Jahren geltende ungeschriebene Gesetz, wonach die Europäer den IWF-Chef und die USA den ersten Stellvertreter stellen, weiter Gültigkeit.

Die Französin Lagarde hatte vergangene Woche ihre Arbeit als Direktorin des IWF aufgenommen. Die frühere französische Finanzministerin hatte sich im Auswahlverfahren gegen den Mexikaner Agustín Carstens durchgesetzt. Ihr Vorgänger Strauss-Kahn war Mitte Mai nach einer Festnahme unter dem Verdacht der versuchten Vergewaltigung eines Zimmermädchens zurückgetreten.

AFP/wid

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