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Kuba setzt auf Kleinunternehmer

Im Rahmen ihrer Wirtschaftsreformen hat die kubanische Regierung bereits 75'000 Lizenzen für die Gründung von privaten Kleinbetrieben bewilligt. Weitere 8000 sind nach Regierungsangaben in der Bearbeitung.

Lieber Kleinunternehmer als ohne Arbeit: Ein kleines Bistro in Havanna.
Lieber Kleinunternehmer als ohne Arbeit: Ein kleines Bistro in Havanna.
Keystone

Ende des vergangenen Jahres hatte die Regierung mitgeteilt, dass bereits 80'000 Kubaner die Lizenz beantragt hätten. Die Regierung von Präsident Raúl Castro geht nach Angaben der Zeitung davon aus, dass in diesem Jahr weitere 100'000 Menschen beginnen werden, «auf eigene Rechnung» zu arbeiten.

Bereits seit einigen Wochen zeigen sich in den Strassen Havannas immer mehr Verkaufsstände mit Waren des täglichen Bedarfs. Nach Angaben des Arbeitsministeriums werden die meisten Existenzgründer mit Lebensmitteln handeln. Beliebt sei auch der Strassenverkauf von Musikdisketten sowie der Verkauf von Haushaltsgegenständen.

1,8 Millionen verlieren ihren Job

Die neuen Kleinunternehmen sollen viele hunderttausend Menschen in Arbeit und Brot bringen, die in den maroden Staatsbetrieben ihren Job verlieren werden. Innerhalb der nächsten fünf Jahre sollen rund 1,8 Millionen Angestellte im staatlichen Sektor entlassen werden.

Seit Anfang Oktober 2010 ist im Rahmen der «Aktualisierung des sozialistischen Modells» in Kuba die Gründung von privaten Kleinbetrieben in insgesamt 178 Berufen und Dienstleistungen erlaubt, unter anderem Friseure, Obst- und Gemüsehändler, Taxifahrer und Bauern.

(SDA)

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