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Italien – die Bruchstelle in der Eurozone

Seit Beginn dieses Jahrhunderts tritt das Land wirtschaftlich an Ort. Nur die Schuldenlast nimmt ungebrochen zu. Der Wegfall der Teuerung verschärft die Situation zusätzlich.

Keine Investitionen, kein Wachstum, keine Hoffnung in Italien: Obdachloser in Rom neben einem Plakat, das zu einer Demonstration gegen die Regierung aufruft.
Keine Investitionen, kein Wachstum, keine Hoffnung in Italien: Obdachloser in Rom neben einem Plakat, das zu einer Demonstration gegen die Regierung aufruft.
Gregorio Borgia, Keystone

Dass die Europäische Zentralbank (EZB) ihre auswärtige Ratssitzung am Donnerstag in Neapel abhielt, war mehr dem Zufall geschuldet. Italien war mal wieder an der Reihe. Vielleicht hat aber das eine oder andere der 24 Ratsmitglieder den Aufenthalt in der süditalienischen Metropole genutzt, um sich aus erster Hand ein Bild über die wirtschaftliche Lage in der Peripherie der Eurozone zu machen. Auf viel Erfreuliches wird er dabei kaum gestossen sein. Jeder vierte arbeitsfähige Einwohner Neapels ist ohne Stelle, und unter den 15- bis 24-Jährigen beträgt die Arbeitslosigkeit gar 56 Prozent. Anders als in Spanien, wo die Wirtschaft auf einen selbsttragenden Wachstumskurs eingeschwenkt zu sein scheint, gibt es in der drittgrössten Volkswirtschaft im Euroraum keinen Hoffnungsschimmer. Italien steuert in Richtung Rezession – der dritten seit Ausbruch der Finanzkrise.

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