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Immer mehr Betrüger auf dem Wohnungsmarkt

Kriminelle versuchen, aus der Wohnungsnot in Teilen der Schweiz Profit zu schlagen: Die Zahl der Betrugsversuche mit gefälschten Wohnungen steigt massiv.

Mit erfundenen, aber plausiblen Geschichten eine Kaution ergaunern: Wohnungsinserat. (Archivbild Keystone)
Mit erfundenen, aber plausiblen Geschichten eine Kaution ergaunern: Wohnungsinserat. (Archivbild Keystone)

Im vergangenen Monat haben die Fälle von Betrugsversuchen mit gefälschten Wohnungen zugenommen. Dies zeigen Zahlen der Internetplattform Homegate, die der «SonntagsZeitung» vorliegen. Über 50-mal versuchten Betrüger, dort ein fingiertes Wohnungsinserat aufzuschalten.

Das ist laut Homegate-Sprecher Daniel Bruckhoff über 6-mal häufiger als noch im Februar vor einem Jahr. Bei der Plattform Tutti.ch geht man monatlich sogar von rund 1500, bei Immoscout 24 von 150 Betrugsversuchen aus. Auch der Schweizerische Mieterverband beobachtet eine zunehmende Tendenz dieser Angebote, wie Maya Kaufmann von der Sektion Deutschschweiz bestätigt.

Glaubwürdige Geschichten

Die Betrüger gehen clever vor. Mit täuschend echten Fotos wird ein lukratives Angebot in Aussicht gestellt. Nimmt man Kontakt mit dem Inserenten auf, ergibt sich ein längerer E-Mail-Austausch. Die Betrüger stellen aus Standardsätzen eine erfundene, aber plausible Geschichte zusammen: Die Wohnung gehöre einer jungen Schweizerin, die in London studiere. Ihr Vater sei verstorben, weshalb sie nun einen Nachmieter suche.

Verlangt wird ein Depot oder eine Kaution, erst danach könne der Schlüssel mit der Post zugesandt werden. Um die Glaubwürdigkeit zu verstärken, werden Identität und Passkopie einer Schweizerin verwendet, die selbst Opfer dieses Betruges geworden ist. Der Geprellte wird jedoch weder die Wohnung noch seine Kaution je sehen.

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