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Im Tessin kürzen die ersten Betriebe die Löhne

Die Firma Plastar zahlt ­Grenzgängern 15 Prozent und Einheimischen 5 Prozent weniger Gehalt.

Zwei Wochen nach Aufhebung der Untergrenze von 1.20 Franken für 1 Euro durch die Schweizerische Nationalbank kürzt erstmals ein Tessiner Unternehmen, das einem Gesamtarbeitsvertrag unterstellt ist, einseitig seinen Angestellten die Löhne. Die Firma Plastar in Muzzano zahlt aber nicht nur den Grenzgängern, sondern auch seinen Schweizer Arbeitnehmern weniger. Dies teilte am Mittwochabend die Sektion Lugano der Gewerkschaft OCST mit.

Plastar war bisher nicht zu einer Stellungnahme zu bewegen. Das Unter­nehmen gehört zur italienischen Gruppe Fabbri SA und stellt Plastikfolien für die Verpackung von Lebensmitteln her. Nach Angaben der Gewerkschaft beschäftigt Plastar rund 80 Personen, die grosse Mehrheit von ihnen – 90 Prozent – sind Grenzgänger.

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