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Herr und Frau Schweizer schauen wieder mehr aufs Geld

Die Konsumentenstimmung flaut ab. Die Schweizer sparen beim Einkaufen und schieben den Autokauf hinaus. Der UBS-Konsumindikator zeigt im September deutlich nach unten.

Muss das neue Auto wirklich sein? Potenzielle Käufer schauen sich Neuwagen an.
Muss das neue Auto wirklich sein? Potenzielle Käufer schauen sich Neuwagen an.
Keystone

Der UBS-Konsumindikator sank um 0,25 auf 1,70 Punkte, wie die Grossbank am Dienstag mitteilte. Die Neuimmatrikulationen von Personenwagen lagen im September zwar immer noch 5,3 Prozent über dem Vorjahresstand. Im Vergleich zum August mit einem Plus von 11,9 Prozent schwächten sie sich aber ab.

Auch der Detailhandel musste einen Rückgang einstecken, wie es weiter hiess. Da die meisten Subindikatoren, auf welche die UBS ihre Berechnungen stützt, sehr volatil sind, ist auch der Indikator selbst zufälligen Schwankungen ausgesetzt. Der September-Rückgang müsse damit nicht unbedingt einen Wendepunkt darstellen, schrieb die Bank.

Weiterhin robustes Wachstum

Für die kommenden Quartale rechnet die UBS weiterhin mit einem robust wachsenden Konsum. Tiefe Zinsen, der verbesserte Arbeitsmarkt und die anhaltende Zuwanderung dürften den Privatkonsum weiter stützen. Für das Gesamtjahr 2010 erwartet die Bank ein Konsumwachstum von 1,8 und 2011 eines von 1,7 Prozent. Damit entspreche der September-Indikator genau den Erwartungen für das laufende Jahr.

Die UBS errechnet ihren Konsumindikator aus der Zulassung neuer Autos, dem Geschäftsgang im Detailhandel, der Zahl von Hotelübernachtungen durch Inländer, den Umsätzen eigener Kreditkarten und dem Konsumentenstimmungsindex des Staatssekretariats für Wirtschaft.

Der Privatkonsum ist mit einem Anteil von 57 Prozent die mit Abstand wichtigste Komponente des Schweizer Bruttoinlandprodukts. Der UBS-Konsumindikator hat einen Vorlauf von etwa drei Monaten auf die offiziellen Zahlen.

SDA/pbe

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