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«Griechenland ist pleite»

Der ehemalige deutsche Finanzminister Peer Steinbrück mahnt zur Eile. Sonst drohe eine weitere Eskalation der Schuldenkrise. Griechenland sei ohnehin bankrott – besser früher als später.

«Rrechtzeitig die Reissleine ziehen»: Peer Steinbrück glaubt, dass Griechenland pleite ist.
«Rrechtzeitig die Reissleine ziehen»: Peer Steinbrück glaubt, dass Griechenland pleite ist.
Keystone

Peer Steinbrück (SPD) hält das Vorgehen gegenüber dem hoch verschuldeten Griechenland für verfehlt. «Das jetzige Krisenmanagement wird scheitern», sagte Steinbrück dem Bonner «General-Anzeiger». «Es besteht ja nur aus zwei Punkten: der blossen Finanzierung des griechischen Kapitaldienstes und einer Art Diät, die die Schwierigkeiten für die Griechen nur weiter erhöht.»

Steinbrück sagte, Griechenland sei eher in der europäischen Währungsunion zu retten als ausserhalb. Allerdings fehle eine nachhaltige Entlastung. «Meine Einsicht ist, dass Griechenland pleite ist», sagte Steinbrück. «Und dass Griechenland einen Schuldenschnitt braucht.»

Gehebelter Rettungsfonds «verantwortungslos»

Steinbrück forderte, die Europäische Zentralbank (EZB) zu entlasten. «All die Pläne, mit den Hebelwirkungen von Krediten mit weiteren Risiken für die EZB etwas zu erzwingen, halte ich für verantwortungslos», sagte er. Ausserdem müsse die europäische Wirtschafts- und Finanzpolitik besser koordiniert werden.

Auf die Frage, ob er den Euro in Gefahr sehe, sagte Steinbrück: «Wenn man so weitermacht wie bisher, glaube ich an eine weitere Eskalation. Wenn man rechtzeitig die Reissleine zieht (wofür es zugegeben nicht das eine Rezept gibt), wird der Euro weiter die zweitwichtigste Währung der Welt bleiben.»

dapd/rub

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