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Forint rauscht in den Keller

Nach dem Einfrieren der Hilfe von EU und Internationalem Währungsfonds für Ungarn ist die Landeswährung am Montag abgestürzt. Brüssel will Resultate sehen, bevor wieder Gelder fliessen.

Der Forint verliert an Wert: Wechselkurse in Budapest am Montag.
Der Forint verliert an Wert: Wechselkurse in Budapest am Montag.
Reuters

Gegenüber dem Euro verlor er zwischenzeitlich knapp 2,8 Prozent an Wert. Zuletzt war die Währung vor sechs Wochen so stark unter Druck geraten, als die neue Regierung in Budapest vor einer Schuldenpleite griechischen Ausmasses gewarnt hatte.

Grund ist der Streit Ungarns mit EU und IWF über seinen Sparkurs. Am Wochenende hatte Brüssel ein Aussetzen der Gespräche bekanntgegeben, weil der Union die Sparanstrengungen der Regierung nicht weit genug gehen. Damit kann Budapest die nächsten Tranchen eines 2008 verabredeten Hilfspaktes über insgesamt 20 Milliarden Euro zunächst nicht mehr abrufen. Ohne das Geld, so die Befürchtung von Analysten, könnte Ungarn seine Schulden womöglich bald nicht mehr begleichen können.

Gesprächsabbruch hat keine «unmittelbare» Konsequenzen

Die EU-Kommission versuchte die Turbulenzen am Montag kleinzureden. Der Abbruch der Gespräche habe «keine direkten, unmittelbaren Konsequenzen», sagte ein Sprecher. Eine Frist zur Wiederaufnahme der Verhandlungen gebe es bislang nicht.

Der IWF verlangt, für die Auszahlung weiterer Hilfe müsse Budapest das Defizit in diesem Jahr auf 3,8 und 2011 dann auf 3,0 Prozent zurückfahren. Die ungarische Regierung hatte gehofft, sie erhalte von IWF und EU mehr Spielraum, um die Wirtschaft nicht abzuwürgen.

dapd/mt

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