Zum Hauptinhalt springen

Fed bleibt «geduldig» bei Geldpolitik

Die US-Notenbank belässt den Leitzins vorerst auf dem Rekordtief von null bis 0,25 Prozent.

Muss auf widersprüchliche Daten reagieren: FED-Chefin Janet Yellen. (17. Dezember 2014)
Muss auf widersprüchliche Daten reagieren: FED-Chefin Janet Yellen. (17. Dezember 2014)
Cliff Owen, Keystone

Die US-Notenbank Federal Reserve hat weiter keine Eile bei der erwarteten Zinserhöhung. Der Offenmarktausschuss der Fed bekräftigte nach einer zweitägigen Sitzung am Mittwoch, dass die Normalisierung der Geldpolitik «geduldig» angegangen werden könne. Der Leitzins bleibt damit vorerst auf dem Rekordtief von null bis 0,25 Prozent.

Fed-Chefin Janet Yellen hatte im Dezember erklärt, mit der Formulierung «geduldig» sei gemeint, dass eine Zinserhöhung bei den folgenden zwei Sitzungen des Offenmarktausschusses unwahrscheinlich sei. Damit scheint die Zentralbank eine Veränderung des Leitzinses frühestens im Juni anzupeilen. Vergangenen Oktober hatte die Notenbank als Schritt zur Normalisierung der Geldpolitik bereits den Aufkauf von Staatsanleihen und Hypothekenpapieren eingestellt.

Gute Zahlen vom Jobmarkt hatten zuletzt Spekulationen genährt, dass die Notenbank die Zinsen früher als erwartet anheben könnte. Die Arbeitslosenquote fiel im Dezember auf 5,6 Prozent, den niedrigsten Stand seit Juni 2008. Im ganzen Jahr 2014 entstanden in den USA 2,952 Millionen zusätzliche Stellen - so viele wie seit 1999 nicht.

Die Federal Reserve bescheinigte den Vereinigten Staaten am Mittwoch ein starkes Jobwachstum und hob die gute Konjunktur hervor. Die grösste Volkswirtschaft der Welt war zuletzt so stark gewachsen wie seit elf Jahren nicht mehr. Im dritten Quartal 2014 stieg das Bruttoinlandsprodukt der USA auf das Jahr hochgerechnet um fünf Prozent.

Mit den Nullzinsen versuchte die Fed seit Ende 2008, die von der Finanzkrise gebeutelte Wirtschaft wieder in Fahrt zu bringen. Experten rechnen nun damit, dass der Leitzins ab Mitte dieses Jahres wieder steigt. Die Erklärung des Offenmarktausschusses «lässt die Tür offen für eine erste Anhebung im Juni», erklärte Ian Shepherdson von der Beratungsfirma Pantheon Macroeconomics. Die Notenbank erklärte, dass die Entscheidung über eine Zinserhöhung von den Bedingungen am Arbeitsmarkt und der Inflation sowie von «finanziellen und internationalen Entwicklungen» abhänge.

AFP/wid

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch