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Exportwirtschaft im Zwischentief

Im November verzeichneten die Schweizer Exporte ein Minus von 3,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Schlecht schnitt das einstige Zugpferd Pharma ab. Das Seco ist dennoch optimistisch für 2014.

Die Chemie- und Pharmaindustrie verzeichnete das grösste Minus seit zwei Jahren: Ein Container hängt an einem Kran im Rheinhafen des Basler Quartiers Kleinhüningen.
Die Chemie- und Pharmaindustrie verzeichnete das grösste Minus seit zwei Jahren: Ein Container hängt an einem Kran im Rheinhafen des Basler Quartiers Kleinhüningen.
Keystone

Die Exporte der Schweizer Wirtschaft haben sich im November schwach entwickelt. Der Wert der Ausfuhren sank um 3,1 Prozent auf 18,1 Milliarden Franken. Wird der gegenüber dem Vorjahresmonat fehlende Arbeitstag herausgerechnet, so ergibt sich ein Plus von 1,1 Prozent.

Über die ersten 11 Monate 2013 liegen die Ausfuhren mit 186,6 Milliarden Franken praktisch exakt auf Vorjahreshöhe, wie aus der Mitteilung der Eidgenössischen Zollverwaltung (EZV) vom Donnerstag hervorgeht. Auf eine nominale Zunahme der Exporte um 1,8 Prozent im September war im Oktober ein Minus von 1,2 Prozent gefolgt.

Grosses Minus bei Chemie und Pharma

Abgenommen haben im November insbesondere die Exporte der Papier- und Grafischen Industrie (–6,9 Prozent). Die Chemisch-Pharmazeutische Industrie verzeichnete mit –5,5 Prozent das grösste Minus seit zwei Jahren.

Demgegenüber erreichten die Exporte von Bijouterie- und Juwelierwaren (+36,2 Prozent) ein Rekordergebnis. Geglänzt haben laut Zollverwaltung vor allem die Bijouterie-Exporte nach Frankreich.

Auch die Importe aus Hongkong erreichten ein Allzeithoch. Insgesamt nahmen die Importe um 0,5 Prozent auf rund 16 Milliarden Franken zu. In der Handelsbilanz resultierte so ein Überschuss von 2,1 Milliarden Franken.

Seco rechnet mit robuster Wirtschaft

Das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) bleibt für das kommende Jahr bei seinen optimistischen Wirtschaftsprognosen. Das Wirtschaftswachstum wird sich demnach wie bisher veranschlagt auf 2,3 Prozent belaufen. Für das Jahr 2015 rechnet das Seco gar mit 2,7 Prozent.

Der Aufschwung wird sich im Arbeitsmarkt auswirken. Das Seco rechnet darum in den nächsten Jahren auch mit tieferen Arbeitslosenquoten.

Grund für die robuste Wirtschaftslage sind gemäss Mitteilung vom Donnerstag die Binnenkonjunktur sowie die positive Wende bei der Exportwirtschaft. Für das laufende Jahr korrigiert das Seco das Wirtschaftswachstum leicht nach oben, von bisher 1,8 Prozent auf 1,9 Prozent. Die Schweizer Wirtschaft wachse im europäischen Quervergleich überdurchschnittlich. Hierzu trage auch die Bevölkerungszunahme bei, die sich gemäss den Experten in den kommenden Jahren fortsetzt.

SDA/rub

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