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«Es gibt Freibier, aber niemand soll sich betrinken»

Immobilienspezialist Donato Scognamiglio warnt vor einem Überangebot im ­Wohnungsbau – aber auch vor weiterer Regulierung.

«Das Geld ist heute gratis, deshalb lohnt sich heute jeder Bau, der mehr Rendite bringt als null.» Dies sagte Donato ­Scognamiglio, Chef des Immobilien­beraters Iazi und Lehrbeauftragter an der Universität Bern, am Donnerstag am Immobilien-Kongress in der Bundesstadt. Wegen der ­­Tief- und Nullzinspolitik der Notenbanken seien die Anreize fürs Erstellen neuer Miet- und Eigentumswohnungen hoch. Gleichzeitig treffen Politik und Nationalbank Massnahmen, um das Immobilienwachstum zu verlangsamen. Und sie ­machen Druck auf die Bankbranche, sich selbst strengere Regeln aufzuerlegen.

Scognamiglio schilderte die Situation so: «Es gibt Freibier, aber niemand soll sich betrinken.» Sprich: Es gibt zwar neue Regeln, doch das Geld bleibt verlockend günstig. Und er kritisierte die Massnahmen – antizyklischer Kapital­puffer und höhere Mindestanforderungen für Hauskäufer – als zu allgemein, als dass sie auf die gesamte Schweiz angewendet werden dürften: «Wenn es am Genfersee brennt, muss nicht in Langenthal die Feuerwehr auffahren.» Denn Überhitzungen seien im Schweizer Immobilienmarkt nur lokal zu finden – am Genfer- und am Zürichsee und teilweise in der Innerschweiz.

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