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Diese Bergregionen ziehen neue Einwohner an

Auch auf dem Land und in den Bergen gibt es Ortschaften mit überdurchschnittlichem Bevölkerungswachstum. 7 von 81 Regionen kämpfen allerdings mit Abwanderung und Überalterung.

Rückläufige Entwickung im Val Müstair: Durchschnittliches jährliches Bevölkerungswachstum in den Regionen der neuen Regionalpolitik (NRP) 2005 bis 2010.
Rückläufige Entwickung im Val Müstair: Durchschnittliches jährliches Bevölkerungswachstum in den Regionen der neuen Regionalpolitik (NRP) 2005 bis 2010.

Die Bevölkerung wächst nicht nur in den Städten und Agglomerationen, sondern auch auf dem Land und in den Bergen: Zwischen 2005 und 2010 ist die Einwohnerzahl in diesen Regionen von 4,3 Millionen auf 4,5 Millionen Personen angestiegen. Dies entspricht einer jährlichen Zunahme um rund 0,9 Prozent, wie die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für die Berggebiete (SAB) mitteilte.

Im Vergleich mit der gesamten Schweiz wächst die Bevölkerung in der Peripherie allerdings langsamer: Zwischen 2005 und 2010 stieg die Bevölkerung schweizweit durchschnittlich um 1,3 Prozent pro Jahr an – das sind 0,4 Prozentpunkte mehr als in den Land- und Bergregionen.

Überdurchschnittliche Wachstumsraten

In sieben von 81 ländlichen Regionen war die Bevölkerungsentwicklung rückläufig. Vor allem entlegene, eher strukturschwache Regionen wie das Val Müstair GR kämpften nach wie vor mit Abwanderung und Überalterung, schreibt die SAB.

Auf der anderen Seite eruierte die SAB sechs Regionen mit überdurchschnittlichen Wachstumsraten von mehr als 2 Prozent pro Jahr. Es handle sich dabei vor allem um Regionen im Einzugsgebiet des Bassin Lémanique. Etwa in der Region Gruyère wuchs die Bevölkerung um 2,4 Prozent pro Jahr.

Wirtschaft als Wachstumsfaktor

Die Bevölkerung wächst normalerweise dort am stärksten, wo auch die Wirtschaft zulegt. Dies gilt auch für die ländlichen Gebiete. Zwischen 2005 und 2008 mussten nur die drei Regionen Calanca GR, Bregaglia GR und Davos GR einen Rückgang der Beschäftigung hinnehmen. Die wirtschaftliche Situation der Berggebiete und ländlichen Räume habe sich somit gegenüber den Krisenjahren zu Beginn der 2000er Jahre verbessert, hielt die SAB fest.

Vor allem im industriellen Sektor und im Dienstleistungsbereich seien Arbeitsplätze entstanden. In der Landwirtschaft sind noch 5 Prozent der Erwerbstätigen beschäftigt - in der gesamten Schweiz macht der Anteil der Landwirtschaft 3 Prozent aus.

Zum ersten Mal eine statistische Übersicht

Wichtig für die wirtschaftliche Entwicklung sei eine gute Ausstattung mit modernen Infrastrukturen, etwa der Zugang zu Breitbandtechnologien wie Glasfasernetzen, betonte die SAB. Sie hat einen Leitfaden erarbeitet, der den ländlichen Regionen und Berggebieten Möglichkeiten aufzeigt, wie sie sich für den Zugang zu solchen Technologien einsetzen können.

Die SAB hat zum ersten Mal eine statistische Übersicht über die Entwicklung in den Berggebieten und ländlichen Räumen gemäss neuer Regionalpolitik erstellt. Mit dieser wurde 2008 der Geltungsbereich der Regionalpolitik ausgeweitet und umfasst seither neben den Berggebieten auch die ländlichen Räume.

SDA/kle

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