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Die Schweizer gaben weniger aus

Die Haushalte in der Schweiz haben 2008 im Schnitt weniger Geld für den monatlichen Konsum ausgegeben als noch ein Jahr zuvor. Auch die Ausgaben für Versicherungen und Steuern gingen zurück.

Während 2007 die Privathaushalte monatlich für den Konsum 5430 Fr. ausgegeben hatten, waren es ein Jahr später noch 5310 Franken. Dies geht aus der Haushaltsbudgeterhebung des Bundesamtes für Statistik (BFS) hervor, die das Amt am Montag veröffentlicht hat.

2007 waren die Löhne stark gestiegen und entsprechend hatten sich die Ausgaben der Haushalte signifikant erhöht. So waren 2007 die Konsumausgaben verglichen mit dem Jahr davor um 240 Fr. in die Höhe geschnellt.

Fast 60 Prozent für den Konsum

Die Konsumausgaben machten 2008 insgesamt 58 Prozent des durchschnittlichen Bruttoeinkommens von 9103 Fr. im Monat aus. 1480 Fr. oder 16 Prozent des Bruttoeinkommens flossen in die Wohnkosten, gefolgt von den Ausgaben für Verkehr mit 8,2 Prozent.

7,2 Prozent wurden für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke ausgegeben. Unterhaltung, Kultur und Erholung machten 6,9 Prozent aus und in Restaurants und Hotels landeten 5,7 Prozent.

Die Ausgaben für Krankenkassenprämien, Sozialversicherungen und Steuern gingen 2008 im Vergleich zum Vorjahr leicht zurück: von 2478 Fr. auf 2440 Fr. im Monat. Diese obligatorischen Abgaben frassen damit weitere 27 Prozent des Bruttoeinkommens weg. Mit durchschnittlich 1060 Fr. schlugen die Steuern am stärksten zu Buche.

Für Versicherungsprämien (ohne Krankengrundversicherung), Gebühren, Spenden und Geschenke wurden 530 Fr. im Monat oder 5,8 Prozent des Einkommens verwendet. An andere Haushalte flossen in Form von Alimenten, Unterstützungsbeiträgen und Geschenken 195 Fr. oder 2,1 Prozent des monatlichen Bruttoeinkommens.

Höhere Konsumausgaben bei Einelternfamilien

Das BFS stellte die Haushaltsbudgeterhebung 2006 auf neue Grundlagen. Mit den Zahlen von 2008 ist gemäss Mitteilung die Stichprobe genügend gross, um die Budgetstruktur verschiedener Gruppen zu vergleichen - etwa die Familienbudgets.

Das BFS unterscheidet dabei Einelternfamilien - 3,2 Prozent der Haushalte - und Paare mit Kindern (21,6 Prozent). Einelternfamilien gaben hier mit 21 Prozent des Einkommens weniger für Sozialversicherungen, Steuern und andere Zwangsabgaben aus als Paare mit Kindern (27 Prozent). Das ist leicht nachvollziehbar, weil bei den Paaren mit Kindern mehr Personen erwerbstätig sind, nämlich 1,7 im Schnitt.

Demgegenüber machen die Konsumausgaben bei den Einelternfamilien mit 72 Prozent den grösseren Anteil am Einkommen aus als bei den Paaren mit 61 Prozent. Erklärbar ist dies mit der unterschiedlichen Haushaltsgrösse. Sparen können die Einelternfamilien mit 3 Prozent auch weniger als die Paare (9 Prozent).

Altersbedingte Unterschiede

Innerhalb der Haushaltstypen zeigen sich zudem altersbezogene Unterschiede. Einpersonenhaushalte und Paare ohne Kinder geben mit zunehmendem Alter weniger Geld für Restaurants und Hotels aus. Die Ausgaben für Nahrungsmittel steigen bis zu einem Alter zwischen 55 und 64 Jahren, um anschliessend zurückzugehen.

Bei den Familien hingegen bleiben der Budgetposten für Beherbergung und ähnliches unabhängig vom Alter recht stabil. Die Ausgaben für Lebensmittel steigen bis ins Alter von 55 Jahren, nehmen dann aber ab, weil die Kinder ausziehen.

Auch die Verkehrsausgaben entwickeln sich unterschiedlich. Familien geben mit steigendem Alter etwas mehr aus, bei Einpersonenhaushalten und kinderlosen Paaren nimmt dieser Budgetposten bis zum Alter von 35 bis 44 Jahren leicht zu und sinkt mit zunehmendem Alter stark.

(SDA)

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