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Die Schweiz hat 71'000 neue Erwerbstätige

Im Gegensatz zu Europa ist die Zahl der Menschen mit Job in der Schweiz im ersten Quartal 2013 um 1,5 Prozent gestiegen. Bei den Frauen war die Zunahme besonders stark.

2,1 Prozent mehr arbeitstätige Frauen: Angestellte in einem Callcenter in Zürich.
2,1 Prozent mehr arbeitstätige Frauen: Angestellte in einem Callcenter in Zürich.

Entgegen dem Trend in der Europäischen Union ist die Zahl der Erwerbstätigen in der Schweiz im ersten Quartal 2013 gestiegen. Gegenüber der Vorjahresperiode gingen hierzulande 71'000 Personen mehr Leute einer Arbeit nach. Das entspricht einem Plus um 1,5 Prozent.

Dies zeigt die neuste Schweizerische Arbeitskräfteerhebung des Bundesamts für Statistik (BFS), die am Donnerstag veröffentlicht wurde. Bei den Frauen war die Zunahme mit 43'000 Arbeitstätigen beziehungsweise 2,1 Prozent besonders stark. Die Zahl der erwerbstätigen Männer stieg um 28'000 oder um 1,1 Prozent.

Insgesamt gingen zwischen Januar und März 2013 hierzulande 4,79 Millionen Menschen einer Arbeit nach. 3,42 Millionen davon waren Schweizer, 1,37 Millionen Ausländer.

Bei den ausländischen Arbeitskräften war erneut ein stärkeres Beschäftigungswachstum festzustellen als bei ihren Schweizer Kollegen. So hatten im ersten Quartal 39'000 oder 2,9 Prozent mehr ausländische Staatsbürger eine Anstellung. Bei den Schweizern nahm die Zahl um 34'000 Personen zu, was einem Anstieg von 1 Prozent entspricht.

Auch Erwerbslosenquote steigt

Allerdings stieg in der Schweiz gleichzeitig auch die Anzahl der erwerbslosen Personen um 18'000 auf 215'000. Dies entspricht einem Anstieg von 4,3 auf 4,6 Prozent der Erwerbslosenquote gemäss Definition des Internationalen Arbeitsamtes (ILO).

Erwerbslos gilt bei der ILO, wer in den vergangenen vier Wochen aktiv nach einer Arbeit gesucht hat und für die Aufnahme einer Tätigkeit verfügbar war. Das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) veröffentlicht auch Indikatoren zur Arbeitslosigkeit. Diese erfassen die bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) registrierten Arbeitslosen.

11,4 Prozent aller Europäer sind erwerbslos

Vergleicht man die Schweizer ILO-Erwerbslosenzahlen mit jenen für die Euro-Zone oder für die EU, so steht die Schweiz noch immer sehr gut da. Im Europa der 17 Euroländer nämlich kletterte die Erwerbslosenquote von 11,4 auf 12,6 Prozent. In der gesamten EU mit 27 Staaten kam es zu einem Zuwachs von 10,6 auf 11,4 Prozent.

Bei der Jugendarbeitslosigkeit ist der Unterschied zur EU noch eklatanter: Im ersten Quartal lag die Quote in der Schweiz bei 8,3 Prozent gegenüber 24,1 Prozent in der EU.

SDA/fko

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