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«Die Eurozone hat keine Minute mehr zu verlieren»

Standard & Poor's hat Frankreich und Österreich die Top-Bonität entzogen. Die Medien in den betroffenen Ländern reagieren ganz unterschiedlich auf die schlechte Nachricht.

Frankreich ist in Sorge. Noch am 31. Dezember hatte Präsident Nicolas Sarkozy vehement betont, dass weder die Märkte noch die Agenturen die Politik Frankreichs bestimmen würden. Am Mittwoch sagte er an einer Kabinettssitzung, dass sein Land auf einem guten Weg sei. Seit gestern scheinen all diese Aussagen nichtig zu sein. Der Verlust des Triple A beherrscht die Schlagzeilen in der französischen Presse – und der Präsident steckt mittendrin.

«Sarkozys Strategie ist nicht wasserdicht», titelt «Le Monde». «Bis zum Schluss dachte Sarkozy, dass er einer Herabstufung entkommen würde», schreibt die Tageszeitung in einem Kommentar. Doch rund hundert Tage vor der Präsidentschaftswahl erscheine dieser Unglückstag wie ein Verdikt für dessen fünfjährige Amtszeit. «Le Monde» zitiert dem Elysée nahe stehende Quellen, wonach der Entscheid der Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) ein «politischer» sei.

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