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«Die EU braucht ein System wie den schweizerischen Finanzausgleich»

Am Gipfeltreffen zur Eurokrise hätten die Regierungschefs endlich den richtigen Weg eingeschlagen, sagt der renommierte Ökonom Thomas Straubhaar im Interview.

Die EU gehe mit dem Entscheid am Sondergipfel in Richtung einer Transferunion: Thomas Straubhaar, Ökonom am Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts (HWWI).
Die EU gehe mit dem Entscheid am Sondergipfel in Richtung einer Transferunion: Thomas Straubhaar, Ökonom am Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts (HWWI).
Thomas Peter

Das deutsche «Handelsblatt» schrieb kürzlich, Schweizer Unternehmen seien die grossen Verlierer der EU-Schuldenkrise. Sehen Sie das auch so? Nein, überhaupt nicht. Natürlich ist es für Schweizer Unternehmer alles andere als einfach, Güter im Euroraum zu verkaufen, wenn der Euro unter 1.20 Franken sinkt. Aber die grossen Verlierer sind die Menschen in Griechenland und Portugal, wo die Masse der Bevölkerung unter Sparprogrammen leidet und wo die Schulden den Handlungsspielraum kommender Generationen einschränken. Sie finden sich auch dort, wo Gläubiger und Kleinanleger Abschreibungen in Kauf nehmen müssen.

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