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Deutschland trotzt den Rating-Ängsten

Die Drohung von Standard & Poor's scheint keine Wirkung zu zeigen. Deutschland hat seine Staatspapiere erfolgreich platzieren können. Die Nachfrage überstieg gar das Angebot.

Händler sprechen Berlin das Vertrauen aus: An der Börse in Frankfurt.
Händler sprechen Berlin das Vertrauen aus: An der Börse in Frankfurt.
Keystone

Die Nachfrage nach den sogenannten Bundesobligationen mit Laufzeit bis Oktober 2016 überstieg das Angebot deutlich, wie aus Zahlen der Bundesbank hervorgeht. Demnach standen den Schuldpapieren im Wert von fünf Milliarden Euro Angebote von Investoren über 8,76 Milliarden Euro entgegen. 4,09 Milliarden Euro teilte der Bund demnach Anlegern zu. Die restliche Summe behielt die Finanzagentur des Bundes vor, um sie über den Sekundärmarkt zu vertreiben. Dort stieg die durchschnittliche Rendite im Vergleich zur letzten Ausgabe solcher Papiere Anfang November nur leicht an, von einem auf 1,11 Prozent.

Die Auktion der Papiere war mit Spannung erwartet worden, nachdem die Ratingagentur Standard & Poor's am späten Montagabend angekündigt hatte, das Rating Deutschlands und 14 weiterer Euro-Staaten auf den Prüfstand zu stellen. Der Bundesrepublik droht dabei eine Abstufung ihrer bisher mit der Bestnote bewerteten Kreditwürdigkeit. Ein schlechteres Rating macht es für Staaten in der Regel teurer, sich am Markt mit Geld zu versorgen. Doch schon die Abstufung der USA im Sommer dieses Jahres hatte gezeigt, dass dem Senken der Bonitätsstufe nicht zwingend ein Anstieg der Risikoaufschläge folgen muss. Für die USA sind die Refinanzierungskosten trotz der Abstufung kaum gestiegen.

AFP/jak

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