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Der US-Arbeitsmarkt erholt sich, die Arbeitslosenquote sinkt aber nicht

Trotz 195'000 neuen Jobs: Die Arbeitslosigkeit in den USA liegt weiterhin bei 7,6 Prozent. Das Bevölkerungswachstum hält die Quote hoch. Das Ende der lockeren Geldpolitik rückt laut Experten aber dennoch näher.

Die amerikanischen Unternehmen benötigen mehr Arbeitskräfte: Eine Transportfirma sucht Fahrer. (21. Juni 2013)
Die amerikanischen Unternehmen benötigen mehr Arbeitskräfte: Eine Transportfirma sucht Fahrer. (21. Juni 2013)
AP/Rogelio V. Solis

Die Zeichen auf dem US-Jobmarkt stehen weiter auf Erholung. Auch die neusten Zahlen bringen die Notenbank Fed nach Expertenmeinung einen Schritt näher an das Ende ihrer ultralockeren Geldpolitik. Die Arbeitslosigkeit liegt aber immer noch deutlich höher als vor der Rezession.

Die Zahl der Arbeitsplätze in den USA ist erneut deutlich gewachsen. Im Juni seien 195'000 zusätzliche Jobs geschaffen worden, teilte das US-Arbeitsministerium in Washington mit. Die Arbeitslosenquote veränderte sich dadurch aber nicht, sie blieb wie im Vormonat bei 7,6 Prozent.

Als positive Nachricht gewertet

Die Werte für April und Mai korrigierte die Behörde nachträglich nach oben. In beiden Monaten wurden insgesamt 70'000 mehr Stellen geschaffen als bislang angenommen.

Experten werteten die neuste Statistik als positive Nachricht – die meisten hatten mit einem geringeren Zuwachs gerechnet. «Der Arbeitsmarkt ist stärker», sagt der Chefökonom der Unicredit Group in New York der Nachrichtenagentur Bloomberg. «Es ist eine gute Zahl, vor allem mit den nachträglichen Erhöhungen.»

Aus diesem Grunde rücke der Zeitpunkt näher, dass die US-Notenbank Fed ihre Geldpolitik wieder anziehe. Fachleuten zufolge will die Zentralbank bei einer Arbeitslosenquote von 7,0 Prozent ihre Anleihekäufe reduzieren.

Arbeitslosenquote bleibt konstant

Einen Rückgang bei den Jobzahlen gab es seit September 2010 nicht mehr. Allein in diesem Jahr wurden gut 1,2 Millionen zusätzlicher Stellen geschaffen. Dennoch ist die Erholung auch wegen des Bevölkerungswachstums für eine deutlichen Senkung der Arbeitslosenquote weiterhin nicht stark genug.

Der oberste Wirtschaftsberater von US-Präsident Barack Obama, Alan Krueger, bekräftigte, dass noch mehr Arbeit auf die Regierung warte. Insgesamt sind weiterhin 11,8 Millionen US-Einwohner ohne Arbeit. Weitere 8,2 Millionen finden nur eine Teilzeitstelle, obwohl sie einen vollen Job suchen.

Nach Angaben des Forschungsinstituts Brookings würde es beim Tempo der gegenwärtigen Stellenzunahme bis 2021 dauern, bis die Beschäftigung wieder auf das Niveau vor der grossen Rezession zurückkehrt, die im Dezember 2007 begann.

Von den rund neun Millionen Jobs, die damals gestrichen wurden, sind erst 5,3 Millionen wieder zurückgekehrt.

SDA/mw

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