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«Der schmutzige Finanzplatz dürfte nachhaltig geschädigt sein»

Die Euroländer retten Zypern mit 10 Milliarden Euro. Neu werden auch Bankkunden zur Kasse gebeten. Für Ökonom Maurice Pedergnana ist das ein Fortschritt. Er erklärt die möglichen Auswirkungen.

Maurice Pedergnana sieht nicht ein, weshalb deutsche Kleinsparer mehr im Risiko stehen sollten als zypriotische: Ein älterer Mann geht in Limassol an der Filiale einer Bankkooperative vorüber. (16. März 2013)
Maurice Pedergnana sieht nicht ein, weshalb deutsche Kleinsparer mehr im Risiko stehen sollten als zypriotische: Ein älterer Mann geht in Limassol an der Filiale einer Bankkooperative vorüber. (16. März 2013)
Keystone

Die Euro-Länder retten auch Zypern. Erstmals sollen dazu Gelder von Bankkunden beitragen. Wie sieht das konkret aus?

De facto entspricht es einer Besteuerung der Vermögen. Auf Beträge über 100'000 Euro werden 9,9 Prozent fällig, auf kleinere Summen sind 6,75 Prozent zu entrichten. Man nimmt also auf die kleineren Sparer Rücksicht; insgesamt verliert man viel weniger als wenn die Euro-Länder das zypriotische Bankensystem hätten untergehen lassen. Das macht sehr viel Sinn.

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