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Der Ölpreiszerfall schützt die Umwelt

Was Klimaschützer seit Jahren vehement fordern, macht der Crash des Ölpreises auf einmal möglich. Umweltschädliche Förderprojekte in Nordamerika stehen vor dem Aus.

Die Halbierung des Erdölpreises drängt den teuren und umweltbelastenden Abbau von Ölsand wie hier von Suncor in Kanada zurück. Foto: Ben Nelms (Bloomberg)
Die Halbierung des Erdölpreises drängt den teuren und umweltbelastenden Abbau von Ölsand wie hier von Suncor in Kanada zurück. Foto: Ben Nelms (Bloomberg)

Der bislang letzte Schlag für die Ölkonzerne in Nordamerika kam von ungewohnter Seite. Prinz Alwaleed bin Talal, ein Neffe des verstorbenen saudischen Königs Abdullah, widersprach letzte Woche der Branche, wonach ein Fass Rohöl mittelfristig wieder 100 Dollar kosten könnte. Dies aber ist der Preis, der für zahlreiche riskante und oft umweltschädliche Projekte nötig ist, um sie profitabel zu ­machen. Als Erstes hat Kanada auf die gedrückten Prognosen reagiert. Die zwei grossen Energiekonzerne des Landes stoppten mehrere Ölsandprojekte; und die norwegische Statoil zieht sich sogar völlig aus dem klimabelastenden Abbau in Kanada zurück.

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