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Der EU-Gipfel wird keinen grossen Wurf bringen

Deutschland und Frankreich gelten als die Retter Europas – dabei bremsen sie sich gegenseitig aus. Viele Beobachter hoffen auf einen geheimen Pakt am anstehenden Gipfel.

Sie plädiert für mehr Kontrolle, er will die Autonomie bewahren: Bundeskanzlerin Merkel und Präsident Nicolas Sarkozy in Paris. (5. Dezember 2011)
Sie plädiert für mehr Kontrolle, er will die Autonomie bewahren: Bundeskanzlerin Merkel und Präsident Nicolas Sarkozy in Paris. (5. Dezember 2011)
Reuters

Die Warnung der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel vor zu hohen Erwartungen an EU-Gipfel sind inzwischen schon ein Klassiker. Sie dürfte damit auch im Blick auf das Treffen vom Freitag Recht behalten. Die Euro-Staaten werden die Furcht vor dem Zerfall der Währungsunion nicht vertreiben können.

Sie werden weder gigantische Summen zur Finanzierung hoch verschuldeter Mitgliedsländer noch eine gemeinsame Haushaltspolitik vorweisen, die neue Schuldenexzesse wirksam verhindert. Die erhofften Beschlüsse zu noch strikterer Haushaltspolitik werden der Euro-Zone laut Analysten allenfalls eine Atempause verschaffen. «Die Skepsis wird anhalten, und das Kräftemessen zwischen Politik und Märkten wird weitergehen», sagt etwa Ulrich Kater, Chef-Volkswirt der deutschen Dekabank.

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