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Das Zögern der Politik treibt den Franken hoch

Gestern und heute hat der Franken nach einigen Tagen relativer Ruhe wieder kräftig zugelegt. Gründe dafür sind neue Ängste um die Eurozone und die Zurückhaltung der Nationalbank.

Eben noch schien sich alles wieder zum Besseren zu entwickeln. Noch am 8. August kostete der Euro beinahe 1 Franken, am 29. August stieg der Europreis auf beinahe 1.20 Franken an. Damit hatte sich die überteuerte Schweizer Währung beinahe um 20 Prozent abgewertet. Die Nationalbank wurde bereits für ihre erfolgreichen Interventionen gefeiert und der Bundesrat sah von einer anfänglich geplanten Finanzspritze von 2 Milliarden Franken für die Exportindustrie ab und will jetzt nur noch 870 Millionen ausgeben.

Die Ruhe zwischen den Stürmen ist wieder vorbei. Für eine nachhaltige Entwarnung an der Währungsfront hat es genau gesehen auch nie gute Gründe gegeben. Gestern und heute werten die Devisenmärkte den Franken wieder stark auf. Am heutigen Morgen kostete ein Euro wieder weniger als 1.14 Franken. Damit hat sich der Franken innerhalb von drei Tagen wieder um 5 Prozent aufgewertet. Die jetzt erfolgende erneute Aufwertung hat zwei Gründe: Erneut aufflammende Sorgen um die Eurozone und enttäuschte Erwartungen zur Reaktion der Schweizerischen Nationalbank.

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