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«Das Defizit ist stabil und bewältigbar»

Im Gespräch mit Redaktion Tamedia erklärt Francesco Passarelli, Professor für Politische Ökonomie an der Elite-Universität Bocconi, warum Italien zwar noch nicht aus dem Schneider ist, aber hoffen darf.

Finanzminister Giulio Tremonti (li) und Premierminister Silvio Berlusconi (re) im Clinch: Pressekonferenz zum Sparpaket von Ende Juni.
Finanzminister Giulio Tremonti (li) und Premierminister Silvio Berlusconi (re) im Clinch: Pressekonferenz zum Sparpaket von Ende Juni.
AFP

In Italien gärt es. «Die Situation ist aber nicht so katastrophal, wie einen die Finanzmärkte glauben machen», gibt der Italiener und Ökonomieprofessor Francesco Passarelli von der Universität Bocconi teilweise Entwarnung. Hintergrund der Finanzmarktturbulenzen seien die Zwistigkeiten zwischen Premierminister Silvio Berlusconi und dem amtierenden Finanzminister Giulio Tremonti. «Das schafft politische Unsicherheit. Da waren die juristischen Untersuchungen und Verhöre von und um Berlusconi. Und die Frage, ob dem Premierminister weiter hohe Strafzahlungen drohen. Es geht um Korruption bis in die höchsten Ebenen der Regierung. Auch Finanzminister Tremonti ist von den Vorwürfen betroffen und in Korruptionsfälle verwickelt.» Das schwäche die Position sowohl von Berlusconi als auch von Tremonti innerhalb der Regierung massiv, sagt Passarelli. «Wir haben weniger eine Finanzkrise, sondern vielmehr eine innenpolitische Krise.» Die Regierung sei geschwächt, was deshalb denkbar ungünstig sei, weil die Regierung auf die Unterstützung der Opposition angewiesen sei, um Tremontis Sparpaket durchzubringen.

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