«Es würde ein paar Tage Unruhe geben»

Ohne Negativzinsen gehts nicht? Ach was! Starker Franken? Dann halt! Ökonom Klaus Wellershoff sagt im Interview, was er für das bisher undenkbare Szenario erwartet.

«Es ist nicht die Aufgabe der Nationalbank, uns vor billigem Einkaufen zu schützen»: Klaus Wellershoff.<p class='credit'>(Bild: © Christian Grund / 13 Photo)</p>

«Es ist nicht die Aufgabe der Nationalbank, uns vor billigem Einkaufen zu schützen»: Klaus Wellershoff.

(Bild: © Christian Grund / 13 Photo)

Markus Diem Meier@MarkusDiemMeier

Herr Wellershoff, die Politik der Nationalbank (SNB) steht zunehmend in der Kritik. Was sagen Sie dazu? Es fällt auf, dass sich die Politik des SNB-Direktoriums stark von derjenigen aller ihrer Vorgänger unterscheidet. Wir sehen eine sehr extreme Geldpolitik wie noch nie – trotz einem sehr guten Umfeld. Wir haben Vollbeschäftigung, ein starkes Wachstum, auch künftig soll dieses laut Prognosen hoch bleiben, und wir haben eine Inflationsrate im Zielbereich. Trotzdem hält die SNB an Negativzinsen fest. Inflationsbereinigt sind die Zinsen so tief wie niemals in den letzten Jahrzehnten in der Schweiz. Und das hat reale negative Effekte zur Folge: unter anderem bei den Pensionskassen und am Immobilienmarkt. Und man fragt sich, weshalb die SNB eine derart expansive Geldpolitik verfolgen muss.

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