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Chinesen reissen sich um Schweizer «Schnörrli»

Die Exporte von Schweizer Schweinefleisch ins Reich der Mitte verzeichnen einen Boom: Während Schweizer fast nur noch mageres Fleisch verzehren, stehen die Chinesen auf die deftigen Teile.

Heiss begehrtes Schweinefleisch: Ein Koch röstet Ferkel in Peking. (Archivbild Reuters)
Heiss begehrtes Schweinefleisch: Ein Koch röstet Ferkel in Peking. (Archivbild Reuters)

Schweinsfüsse, auf gut Schweizerdeutsch «Gnagi», Schnäuzchen alias «Schnörrli» und Schwänzchen gelten hierzulande nur noch als Schlachtnebenprodukte. Sie landen selten auf dem Teller. Anders in China, dort schätzen die Konsumenten Fleisch, das man abnagen kann, wie das Wirtschaftsmagazin «Eco» des Schweizer Radios und Fernsehens berichtet.

Schweinsfüsse sollen sogar schön machen, erklärt ein chinesischer Küchenchef der Schweizer Fernsehcrew. Und sie sind rar: Ein Schwein habe ja nur vier Füsse, aber zahlreiche Rippen. Entsprechend kosten Füsse auch mehr als Koteletts.

Schweizer warten auf Exportlizenz

Mit dem wachsenden Wohlstand immer breiterer Bevölkerungsschichten nimmt in China auch der Verzehr von Schweinefleisch zu. Es ist dort das beliebteste Fleisch, und die lokalen Produzenten können die Nachfrage nicht mehr befriedigen.

Davon profitiert auch die Schweiz. Seit die hiesigen Produzenten den neuen Markt entdeckt haben, sind die Exporte laut «Eco» um das 15-fache gestiegen. Vorerst laufen die Ausfuhren aber noch über Deutschland. Denn die Schweizer Fleischproduzenten haben keine Exportlizenz. Das soll sich mit dem angestrebten Freihandelsabkommen ändern – möglicherweise schon in den nächsten Monaten.

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