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Brüderle attackiert Geithner harsch

Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) hat die Wirtschaftpolitik der USA scharf angegriffen. Die Beeinflussung der eigenen Währung könne kein Weg zur Stärkung des Exporterfolgs sein.

«Freihandel ist besser als Protektionismus»: Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle.
«Freihandel ist besser als Protektionismus»: Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle.
Keystone

In Zeiten der Krise muss es laut dem deutschen Wirtschaftsminister darum gehen, die eigene Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Das sei in Deutschland in den vergangenen Jahren geschehen. Es sei etwas anderes, ob ein Land seinen Währungskurs manipuliere und damit Erfolge habe, oder ein gewaltiger Restrukturierungsprozess auf den Weg gebracht wurde und daraus Erfolge erzielt worden seien, sagte Brüderle am Dienstag in Berlin auf dem Rohstoff-Kongress des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI).

Deutschlands Vorgehen sei es, die Produkte besser zu gestalten und die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. «Wir schütten nicht beliebig viele Konjunkturpakete und Liquidität hinein», sagte Brüderle mit Blick auf das Vorgehen der US-Regierung.

Gegen Vergabe von Exportquoten

Deutlich sprach sich Brüderle gegen die Vorgabe von Exportquoten aus. «Der Gedanke des amerikanischen Finanzministers Timothy Geithner, quasi Exportquoten vorzuschreiben, war für mich ein sehr erschütternder Rückfall in planwirtschaftliches Denken», sagte der Minister.

Brüderle warnte vor einem Abwertungswettlauf bei den Währungen. Das könne zu Verwerfungen auf den internationalen Märkten und zu Handelskonflikten führen. Protektionistische Tendenzen seien in verschiedenster Weise erkennbar, etwa auch über die Einflussnahme auf die Währung. Dies könne jedoch keine Antwort auf wirtschaftliche Probleme sein. «Freihandel ist besser als Protektionismus», sagte Brüderle.

dapd/pbe

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