Zum Hauptinhalt springen

Bangen um Konjunktur beherrscht wieder die Wall Street

Die US-Regierung musste ihre Prognosen für das Wirtschaftswachstum nach unten korrigieren. Dow Jones und Nasdaq reagierten prompt und verloren Punkte.

Nach der jüngsten Rally haben die New Yorker Aktienmärkte Federn gelassen. Die Anleger sorgten sich wieder verstärkt um die US-Konjunktur und wagten sich vorerst nicht aus der Deckung.

Die US-Regierung signalisierte im Handelsverlauf, dass sie in diesem Jahr mit einem deutlich niedrigeren Wirtschaftswachstum rechnet als bisher. Das Präsidialamt in Washington geht in diesem Jahr nur noch von einer Steigerung des Bruttoinlandprodukts (BIP) von 1,7 Prozent aus.

Im Februar hatte die Regierung von Präsident Barack Obama noch mit einem Wachstum von 2,6 Prozent kalkuliert. Das Präsidialamt räumte ein, dass die jüngsten Turbulenzen an den Finanzmärkten nach der Herabstufung der US-Kreditwürdigkeit durch die Ratingagentur Standard & Poor's Spuren hinterlassen hätten. Durch den Sparkurs gehe aber das Haushaltsdefizit schneller zurück als bisher erwartet: Die US-Regierung peilt ein Minus von 8,8 Prozent des BIP an nach zuvor 10,9 Prozent.

Dow Jones und Nasdaq verlieren Punkte

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss gut 1 Prozent leichter bei 11'493 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500-Index verlor 1,2 Prozent auf 1204 Zähler. Die Technologie-Börse Nasdaq sank um 1,3 Prozent auf 2546 Punkte.

Unter Druck gerieten die Titel von Goldman Sachs. Die Papiere schlossen 3,5 Prozent im Minus, nachdem neue Hürden bei der Beilegung des Streits um Zwangsversteigerungen aufgetaucht waren. Auch JPMorgan Chase und Bank of America büssten mehr als drei Prozent ein.

An der Nasdaq schossen die Titel des Kommunikationsausrüsters Ciena gut 20 Prozent in die Höhe. Das Unternehmen machte zur Überraschung der Analysten erstmals seit drei Jahren einen Gewinn.

SDA/kpn

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch